<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><rss xmlns:atom='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:blogger='http://schemas.google.com/blogger/2008' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0' version='2.0'><channel><atom:id>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600</atom:id><lastBuildDate>Thu, 18 Apr 2013 21:04:57 +0000</lastBuildDate><category>Piratenpartei</category><category>Steuern</category><category>Stammtisch</category><category>Bundesschiedsgericht</category><category>Schiedsgerichtsordnung</category><category>Bundesparteitag</category><category>Gerichtsurteil</category><category>uxp</category><category>Datenschutz</category><category>Oxford</category><category>Rechtschreibung</category><category>Crews</category><category>Spiegel</category><category>Ordnungsmaßnahme</category><category>NotInventedHere</category><category>Satzung</category><category>Ethik</category><category>Gleichstellung</category><category>Satire</category><category>Politik</category><category>Piraten</category><category>NRW</category><category>Fraktion</category><category>Parteienfinanzierung</category><category>Wahlen</category><category>Bundesvorstand</category><category>FDP</category><category>Liquid Feedback</category><category>Plagiat</category><category>Recht</category><category>Parteien</category><category>Liquidizer</category><category>Gruppe 42</category><category>Schiedsgericht</category><category>Chatzimarkakis</category><title>uxp.de</title><description>and now for something completely different: more of the same</description><link>http://blog.uxp.de/</link><managingEditor>noreply@blogger.com (Anthem)</managingEditor><generator>Blogger</generator><openSearch:totalResults>48</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-514402286139453011</guid><pubDate>Wed, 17 Apr 2013 22:34:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-04-18T23:04:57.840+02:00</atom:updated><title>I forgot how to Mitmachpartei</title><description>&lt;h3&gt;Deutschland. 2013. Wahlkampf. Piratenpartei.&lt;/h3&gt;Der Bundesvorstand schickt eine Umfrage rum, in der &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/Wahlen/Bund/2013/Strategie/42Slogans"&gt;42 Plakatsprüche&lt;/a&gt; zur Auswahl gestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Pirat reagiert vorhersagbar: Empörung. Was fällt dem Bundesvorstand ein solch schlechte Sprüche vorzuschlagen!&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-uoreKN-MiR0/UW8aa6I31_I/AAAAAAAAApo/PLfe_RQm-2Y/s1600/Mitmachfail.png" imageanchor="1" style="margin: 0 auto;"&gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-uoreKN-MiR0/UW8aa6I31_I/AAAAAAAAApo/PLfe_RQm-2Y/s464/Mitmachfail.png" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Ehrlich? Soll das die Reaktion sein?&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich sollte es mich nicht wundern. Dass 2013 eine Bundestagswahl ansteht, ist ja quasi gerade erst vor 4 Jahren bekannt geworden. Das war natürlich viel zu wenig Zeit. Andererseits, als ein namentlich bekannter (mittlerweile Ex-)Pirat im August 2009 mit der Planung der bayrischen Landtagswahl 2013 anfangen wollte, hieß es "viel zu früh".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann ist also der beste Zeitpunkt Plakatsprüche zu sammeln? Ganz einfach: Danach. Im Idealfall wenn die Wahl vorbei ist. Denn dann hat man es besser gewusst, muss seine Ideen nicht verteidigen, kann sich über andere aufregen und setzt sich keinem Risiko aus dass die guten, eigenen Sprüche von irgendwelchen wildfremden Leuten mit weniger Ahnung kritisiert werden.&lt;br /&gt;Ausserdem will man die guten, eigenen Sprüche gar nicht auf den Plakaten sehen, weil das Design schlecht ist. Und die falschen Leute (übersetzt: 'nicht ich') auf Listenplatz #1 gewählt wurden. Denn wer mein Genie verkennt, hat meine Plakatsprüche nicht verdient. Und überhaupt hat es doch der BuVo verbockt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass es im Wiki eine permanente&amp;nbsp;&lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Slogans"&gt;Slogansammelseite&lt;/a&gt;&amp;nbsp;gibt - geschenkt.&amp;nbsp;Dass die aus den 42 Slogans ausgewählten Slogans keine abschließende Auswahl ist - egal. Dass du deinen eigenen Slogan - wenn vielleicht nicht in einer bundesweiten Kampagne - trotzdem z.B. in deinem LV tapezieren könntest... Irrelevant, denn dafür müsste man was tun. Und zwar vorher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorher hat der moderne Mitmachpirat aber keine Zeit.&lt;br /&gt;Denn er muss sich über die Vergangenheit aufregen.&lt;br /&gt;Und davon gibt es so viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das erklärt, warum es für die &lt;b&gt;gänzlich unwichtige&lt;/b&gt; &lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2013/02/27/ausschreibung-sg-wahlprufsteine-und-koordinator/"&gt;Aufgabe das Parteiprogramm &lt;b&gt;nach aussen zu&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2013/02/27/ausschreibung-sg-wahlprufsteine-und-koordinator/"&gt;&lt;b&gt;vertreten&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;aktuell 1 - in Worten: &lt;b&gt;EINEN&lt;/b&gt; - Bewerber gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das mit der Mitmachpartei ging vor lauter Strukturbildung, Strukturbildung zur effizienteren Strukturbildung und Befehlskettenbastelei unterwegs irgendwo verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber keine Sorge: Sobald der/die eine dann nachher was sagt - machen alle wieder mit.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;small&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; Die Tweets waren aus einer nachträglichen Twitter-Suche zufällig ausgewählt. Hier werden sie natürlich ohne jeglichen Kontext widergegeben - insbesondere folge ich keinen der drei Autoren. Auch ist natürlich aus den Tweets nicht erkennbar, wer sich wie viel vorher eingebracht hat. Siehe dazu auch &lt;a href="http://blog.uxp.de/2013/04/i-forgot-how-to-mitmachpartei.html?showComment=1366304273324#c5351015470654992007"&gt;den Kommentar von Jakob Juergen Weiler&lt;/a&gt;. Die drei Tweets geben aber die zu dem Zeitpunkt gefühlte Stimmung aus der Timeline (und Rageline) sehr gut wieder.&lt;/small&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2013/04/i-forgot-how-to-mitmachpartei.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-uoreKN-MiR0/UW8aa6I31_I/AAAAAAAAApo/PLfe_RQm-2Y/s72-c/Mitmachfail.png' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-6352056093827587582</guid><pubDate>Thu, 28 Feb 2013 14:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2013-02-28T15:11:19.566+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Parteien</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gleichstellung</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Wahlen</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Fraktion</category><title>Vorgelebte Gleichstellungspolitik bei der Piratenpartei</title><description>&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i style="display: block;"&gt;Diskriminierung aufgrund des Geschlechts (..) ist Unrecht.&lt;/i&gt;&lt;div style="font-size: 70%; padding-bottom: 2em; padding-top: 0.5em;"&gt;Piratenpartei Deutschland, Grundsatzprogramm&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i style="display: block; padding-top: 0.3em;"&gt;Anzahl der Teilnehmer=2.232; Antworten=2.182; keine Angabe=50;&lt;br /&gt;Angaben in Prozent. männlich: 91.3%. weiblich: 8.7%&lt;/i&gt;&lt;div style="font-size: 70%; padding-bottom: 2em; padding-top: 0.5em;"&gt;Aus der Auswertung der ersten bundesweiten Umfrage der Piratenpartei Deutschland, 2011,&lt;br /&gt;in: &lt;a href="http://www.freidenken.eu/2011/11/662/"&gt;Tobias Neumann, Die Piratenpartei Deutschland - Entwicklung und Selbstverständnis&lt;/a&gt;, 2011&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: center;"&gt;&lt;i style="display: block; padding-top: 0.3em;"&gt;"Kasperletheater"&lt;br /&gt;"Despotie durch Ausgrenzung"&lt;/i&gt;&lt;div style="font-size: 70%; padding-bottom: 2em; padding-top: 0.5em;"&gt;Klaus von Dohnanyi (SPD), ehem. Bürgermeister Hamburg sowie Thomas Ebermann (Grün-Alternative Liste, GAL)&lt;br /&gt;anlässlich des &lt;a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13522324.html"&gt;Einzuges einer reinen GAL-Frauenfraktion in die Hamburger Bürgerschaft 1986&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Der Landesverband Berlin hat heute seine &lt;a href="http://www.berliner-zeitung.de/politik/piratenpartei-berlin-frauen-sollen-die-piraten-retten,10808018,21928946.html"&gt;Landesliste für die Bundestagswahl 2013&lt;/a&gt; aufgestellt. Und was für eine Liste: die ersten vier Kandidaten auf der Liste sind, ein absolutes Novum in der Piratenpartei, Kandidatinnen.&lt;br /&gt;Die Reaktionen speziell darauf sind, wie nicht anders zu erwarten, gemischt. So wird beispielsweise &lt;a href="https://twitter.com/Kassettenkind/statuses/305740622726324224"&gt;darauf&lt;/a&gt; &lt;a href="https://twitter.com/Piratenbaer/statuses/305740530095108096"&gt;verwiesen&lt;/a&gt;, dass diese Liste ohne Geschlechterquotierung aufgestellt wurde. Und es sei &lt;a href="https://twitter.com/F0O0/status/305776997550940160"&gt;nach Kompetenz und nicht nach Geschlecht gewählt&lt;/a&gt; worden. Andere wiederum beschweren sich, dass &lt;a href="https://twitter.com/GruenChristian/statuses/305739977357160449"&gt;Männer ungleichbehandelt&lt;/a&gt; würden, und eine Quote &lt;a href="https://twitter.com/GruenChristian/status/305740496075124737"&gt;50/50 und nicht 43/57&lt;/a&gt; bedeutet hätte. Was mindestens einen Twitterer dazu brachte (als offenkundigen Scherz) für Berlin &lt;a href="https://twitter.com/sixtus/statuses/305740827584512000"&gt;eine Männerquote zu fordern&lt;/a&gt;, und auch aus diversen anderen Kreisen kamen schon ähnliche, &lt;a href="http://popcornpiraten.de/diskussionen-um-angeblich-sexistische-berliner-landesliste-schlomer-droht-konsequenzen-an/"&gt;jedoch ernstgemeintere Aussagen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://popcornpiraten.de/piraten-berlin-pankow-vermuten-nach-wahl-der-berliner-landesliste-feministische-verschworung/"&gt;Verschwörungstheorien&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bevor sich nun die AG Männer der Piratenpartei aufmacht ein besseres Berlin mit mehr Gleichberechtigung zu fordern, möchte ich kurz ein paar Zahlen und Fakten auf den Tisch legen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Berlin ist nur eins von 16 Bundesländern&lt;/h3&gt;Dank der &lt;a href="http://wiki.piraten-thueringen.de/Benutzer:K%C3%A4ptn_Nemo/Enter-Crew/Bundestagswahlen/Landeslisten-Kandidaten-komplett#Berlin_.28AV_23..2F24._Februar_2013.29"&gt;Landeslistenliste&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://wiki.piraten-thueringen.de/Benutzer:K%C3%A4ptn_Nemo"&gt;Käptn_Nemo&lt;/a&gt; (Stand: 24.02.2013) lässt sich dank moderner Computertechnik bereits jetzt abschätzen, wie eine mögliche zukünftige Bundestagsfraktion der Piraten in Sachen Geschlechterverteilung aussehen würde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-mbOlcrn3aBY/US0YfiDUBzI/AAAAAAAAAjo/gKH5OT6DM_E/s1600/NachBerlin-1.png" imageanchor="1" &gt;&lt;img border="0" src="http://1.bp.blogspot.com/-mbOlcrn3aBY/US0YfiDUBzI/AAAAAAAAAjo/gKH5OT6DM_E/s550/NachBerlin-1.png" height="549" width="550"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die genaue Verteilung hängt von der Fraktionsgröße, und damit von der Zahl der Zweitstimmen ab. Die orangene Linie zeigt an wo die Fraktion mit den aktuell feststehenden Listenkandidaten steht. Der hellorangene Bereich zeigt den insgesamt noch möglichen Spielraum durch die bisher nicht gewählten Landeslisten an. Würden nur noch Männer aufgestellt, würde die orangene Piraten-Linie an den unteren Rand des Bereichs rutschen, würden nur noch Frauen aufgestellt, an den oberen Rand.&lt;br /&gt;Die anderen horizontalen Linien zeigen die Geschlechterverteilung der aktuell bestehenden Bundestagsfraktionen und des gesamten Bundestages zum Vergleich an&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Erkenntnisse&lt;/b&gt;: Die Piratenpartei befindet sich aktuell in bester Gesellschaft in der konservativen Ecke der Parteienlandschaft. Ohne Diskussion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="font-size: 70%;"&gt;Mögliche Rücktritte von Kandidaten sind natürlich nicht berücksichtigt. Ebenso nicht berücksichtigt ist die Unterverteilung zwischen den Landeslisten und die möglicherweise einschlägigen Änderungen im Wahlrecht bezüglich der Vergrößerung des Bundestages; diese würden aber meines Wissens auch die Verteilung nicht ändern, sondern nur die Fraktion schneller wachsen lassen. Hätte Berlin eine reine Männerliste gewählt, wäre die Piratenpartei übrigens nahezu durchgehend &lt;b&gt;unterhalb&lt;/b&gt; der CDU/CSU gelandet.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Nun sind die Bundestagswahlen 2013 natürlich nur ein Messpunkt in der Geschichte der Partei. Das darf man doch sicherlich nicht so einfach verallgemeinern. Daher, Punkt 2:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Die Bundestagswahl ist kein Einzelfall&lt;/h3&gt;Es ist nicht ganz einfach für sämtliche Landesparlamente die notwendige Datenbasis zu erhalten, da nicht alle Landtage sie überhaupt zur Verfügung stellen. Witzigerweise betreiben hier die vermutet konservativeren (z.B. &lt;a href="http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/abgeordnete/altersstruktur15wp.pdf"&gt;Baden-Württemberg&lt;/a&gt;) Landtage eine offenere Informationspolitik als die anderen (z.B. Berlin). Ich habe mir den Spaß dennoch erlaubt, und mich durch sehr viele Abgeordnetenlisten von Landtagsfraktionen hindurchgezählt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sieht es in der Gesamtschau aus:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-2q2Fl6owswc/US0Yy9NL1nI/AAAAAAAAAjw/nwZa8rCtxvk/s1600/NachBerlin-3.png" imageanchor="1" &gt;&lt;img border="0" src="http://3.bp.blogspot.com/-2q2Fl6owswc/US0Yy9NL1nI/AAAAAAAAAjw/nwZa8rCtxvk/s550/NachBerlin-3.png" height="549" width="550"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Die einzelnen Landtage sind jeweils spaltenweise eingetragen, der Bundestag in der letzten Spalte. Berücksichtigt sind alle Fraktionen in der aktuellen Besetzung. Die Durchschnittsangaben berücksichtigen auch fraktionslose Abgeordnete. In der Bundestagsspalte ist der bereits in der obigen Grafik gezeigte mögliche Bereich einer Piratenfraktion angezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Erkenntnisse&lt;/b&gt;: Die Piratenpartei befindet sich aktuell in 4 Landesparlamenten. In drei der vier Parlamente hat die Piratenfraktion die jeweils niedrigste Frauenquote. Nur in &lt;i&gt;einem&lt;/i&gt; Landtag (Saarland) wurde die Piratenpartei noch durch &lt;i&gt;eine&lt;/i&gt; andere Partei (die CDU) unterboten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist in dieser Grafik einiges zu sehen, aber es ist schwer aus ihr etwas allgemeingültiges abzulesen. Und ausserdem kann ich es schon hören...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Die Piratenpartei hat gar kein Genderproblem&lt;/h3&gt;Fasst man die Daten aller bestehenden Fraktionen nach Parteien zusammen, und zeichnet sie als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boxplot"&gt;Boxplot&lt;/a&gt; auf, ergibt sich folgendes Bild:&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-OLV5i4aQgLs/US0Y5W8EDqI/AAAAAAAAAj4/pDJE_gxuMDM/s1600/NachBerlin-2.png" imageanchor="1" &gt;&lt;img border="0" src="http://4.bp.blogspot.com/-OLV5i4aQgLs/US0Y5W8EDqI/AAAAAAAAAj4/pDJE_gxuMDM/s550/NachBerlin-2.png" height="549" width="550"/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Der dicke Balken in jeder Parteienspalte gibt den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Median"&gt;Median&lt;/a&gt; der Geschlechterverteilung aller Parteifraktionen an. Bei den Parteien mit mehr als nur einer Landtagsfraktion ist auch ein farbiger Kasten angezeichnet. Dieser Kasten umfasst die Hälfte der Fraktionen. Die Fraktionen ausserhalb werden durch die Antennen und, wenn sie sehr weit vom Mittelwert entfernt liegen, durch Punkte angezeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Erkenntnisse&lt;/b&gt;: Die Piratenpartei liegt deutlich unter den sogenannten Mitte/Links-Parteien, und am unteren Rand der bürgerlich/konservativen Parteien. Aber es ist nicht alles schlecht, denn es gibt ja noch eine andere Partei die deutlich schlechter dasteht: Die NPD. Hurra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Die Piratenpartei behauptet sie sei postgender. Trotz der neuen Berliner Landesliste und selbst im Vergleich zu anderen demokratischen Parteien sagen die Fakten dass die Partei eine Männertruppe ist. Das Geschlecht von Mitgliedern nicht zu erfassen, Postgenderism zu postulieren und Bedenkenträger zu ignorieren macht die Partei nicht postgender. Ich sage hier &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; dass die Partei eine Quotenregelung braucht, sondern dass sie zuallererst die Fakten akzeptieren muss: Von einer Gleichgestellung der Geschlechter ist die Partei noch weit entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://uxp.de/fraktionen.txt"&gt;Quellcode für Grafiken inklusive Quellennachweise zur Datenbasis&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;Eine leicht geänderte Fassung dieses Blogposts erschien auch in der &lt;a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2013/02/28/gleichstellung-der-geschlechter-in-bundes-und-landtagsfraktionen/"&gt;Flaschenpost&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2013/02/vorgelebte-gleichstellungspolitik-bei.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-mbOlcrn3aBY/US0YfiDUBzI/AAAAAAAAAjo/gKH5OT6DM_E/s72-c/NachBerlin-1.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-5697224465489978494</guid><pubDate>Fri, 21 Sep 2012 17:27:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-09-21T19:37:54.686+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Satire</category><title>Piratenpartei: Landesverband Niedersachsen rückt von Rücktrittsforderung ab </title><description>(Hannover) Wie soeben bekannt wurde hält der Landesverband Niedersachsen nun nicht mehr an der Rücktrittsforderung gegenüber dem Vorsitzenden der Piratenpartei Deutschland, Bernd Schlömer, fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Verlauf des gestrigen Tages forderte der Vorstand des Landesverbandes Niedersachsen in einem offenen Brief den Rücktritt von Schlömer, da durch seine Tätigkeit im Ministerium für Verteidigung "die Glaubwürdigkeit [der Partei] gerade in einem wichtigen Kernthema der Piratenpartei" gefährdet sei (&lt;a href="http://blog.uxp.de/2012/09/satire-offener-brief-bernd-schlomer.html"&gt;[1]&lt;/a&gt;; Pastebin berichtete)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie nun ein Mitglied des Landesvorstandes, welches zum Selbstschutz nicht namentlich genannt werden will, verlauten lässt, wurden die zentralen Forderungen des offenen Briefes falsch aufgefasst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Was da in den letzten 24 Stunden passiert ist hat mich schon sehr bedrückt: Da haben Leute in unseren Brief hineininterpretiert, dass wir Bernd aus dem Bundesvorstand kegeln wollen. Der Bernd ist doch eigentlich total knuffig, und wir haben ihn voll gern. Niemand will dass der Bernd geht."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darauf angesprochen, dass der offene Brief sehr deutlich die Forderung "Rücktritt" enthielt, entgegnet der Landesvorstand in einer kurzfristigen Stellungnahme: "Das ist natürlich vollständig aus dem Zusammenhang gerissen. Wir wurden da böswillig falsch zitiert. Im Kontext betrachtet handelte es sich lediglich um eine abschließende Grußformel, eine Freundlichkeit unter Kollegen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg/500px-Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg/500px-Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg" width="266" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Symbolbild (&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Train_wreck_at_Montparnasse_1895.jpg"&gt;Public Domain&lt;/a&gt;)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;Aus verlässlicher Quelle um den Landesvorstand Niedersachsen erfuhr Pastebin jedoch eine andere Geschichte: Der Landesvorstand sei von dem medialen Echo komplett überfordert gewesen sein. Es wurde schlicht nicht damit gerechnet dass offene Briefe von so vielen Leuten gelesen werden. Den Informationen zufolge haben selbst einige Landesvorstandsmitglieder den Brief vor der Unterzeichnung nicht gelesen, da sie nicht gegen den Datenschutz verstoßen wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine weitere Ungereimtheit: Im offenen Brief verweist der Landesvorstand Niedersachsen auf eine geplante Kampagne im Urheberrecht. Auf Nachfrage des Mitglieds Markus D. im parteiinternen Forum 'Aktive-NDS' war hierzu jedoch nicht mehr zu erfahren. Gerüchten, es gäbe gar keine Kampagne, tritt der Landesvorstand entschieden entgegen: "Die Kampagne der Piratenpartei Niedersachsen um das Urheberrecht ist nun wirklich eines der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht. Es macht uns schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entsteht dass es sich hier nur um eine reine Profiliermaßnahme handele, und es in Wirklichkeit gar keine Kampagne gebe."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[1] &lt;a href="http://blog.uxp.de/2012/09/satire-offener-brief-bernd-schlomer.html"&gt;http://pastebin.com/RtPsNZ4L&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Reaktion auf die &lt;a href="http://www.themenportal.de/nachrichten/niedersaechsische-piraten-schwaechen-ruecktrittsforderung-an-schramm-ab-84604"&gt;Rücktrittsforderungsrelativierung&lt;/a&gt; durch den Vorstand Niedersachsen. Es handelt sich um einen Satirebeitrag.&lt;/small&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/09/piratenpartei-landesverband.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-431301813083943762</guid><pubDate>Thu, 20 Sep 2012 17:21:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-09-21T19:30:57.255+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Satire</category><title>Offener Brief an Bernd Schlömer</title><description>Lieber Bernd,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dir sicher bekannt ist, tritt die Piratenpartei Deutschland in ihrem     Programm für die Gewaltenteilung ein. Die Piratenpartei als Partei hat das    erklärte Ziel in den Bundestag, die Legislative, einzuziehen.    Du als Vorsitzender der Gesamtpartei stehst als Speerspitze für unsere Vision.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider bist du im Bundesministerium der Verteidigung tätig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sehr wir auch Verständnis für deine berufliche Tätigkeit haben, so sehr    schadet gerade uns in Niedersachsen diese Konstellation.    Gerade auch im Hinblick auf unsere geplante Wahlkampfkampagne zum    Thema "Hirnverbrannte Argumentationen - Ad absurdum leicht gemacht"    stehen wir momentan im Licht der Öffentlichkeit sehr schlecht da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier wurde bereits nicht unerheblicher Schaden angerichtet und    sicherlich werden wir in den nächsten Umfragen und bei den nächsten    Wahlen hierfür die Quittung bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir würden Dir daher vorschlagen und wärmstens ans Herz legen, dass Du    dich ab sofort dafür einsetzt, dass das Bundesministerium der Verteidigung    keine Tätigkeiten aus dem Kernbereich der Exekutive mehr ausführt.    Das Ministerium soll natürlich selbstverständlich weiterhin existieren.    Aber durch diesen Schritt würdest Du deinen eigenen Forderungen mehr Authenzität    verleihen und uns allen helfen, hier wieder sachlich über die    eigentlich Inhalte zu diskutieren.&lt;br /&gt;Sicherlich wird das Ministerium da nicht ohne weiteres mitspielen, hier    sind wir dann alle gefragt öffentlichen Druck auf die Regierung auszuüben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte Dir dies nicht kurzfristig möglich sein, empfehlen wir Dir den    nächsten richtigen Schritt zu gehen, um die Glaubwürdigkeit gerade in    einem wichtigen Kernthema der Piratenpartei zu behalten: Rücktritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir würden uns sehr freuen in dieser Angelegenheit ein positives Echo    von dir zu bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Landesvorstand der Piratenpartei Niedersachsen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andreas Neugebauer&lt;br /&gt;Thomas Gaul&lt;br /&gt;Meinhart Ramaswamy&lt;br /&gt;Mario Espenschied&lt;br /&gt;Jessica ter Veer&lt;br /&gt;Max Rother&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;Ein Satirebeitrag als Reaktion auf den &lt;a href="http://pastebin.com/VFprkMvi"&gt;offenen Brief des Landesvorstands Niedersachsen an Julia Schramm&lt;/a&gt;. Im Original erschienen auf pastebin, von Journalisten &lt;a href="https://twitter.com/annmeiritz/status/248768643247255552"&gt;wohl zeitweilig für echt gehalten&lt;/a&gt;.&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/09/satire-offener-brief-bernd-schlomer.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-8556574094528402589</guid><pubDate>Sun, 26 Aug 2012 02:32:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-08-26T14:58:43.188+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Parteien</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Ordnungsmaßnahme</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Recht</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesvorstand</category><title>12 Gründe für die Abmahnung</title><description>&lt;h3&gt;Letzten Freitag war die Welt noch in Ordnung.&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Freitag nacht hat der interne Religionskrieg zwischen den beiden Atom-Flügeln in der Piratenpartei neue Höhen (oder Tiefen) erreicht. Da parteiinterne Mittel (Wiki-Editwars &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Nuklearia&amp;action=historysubmit&amp;diff=1738345&amp;oldid=1737983"&gt;mit einem stellvertretenden Pressesprecher&lt;/a&gt; sowie Anträge auf Ordnungsmaßnahmen und, in klarer Unkenntnis der innerparteilichen Zuständigkeiten, einem Schiedsgerichtsverfahren &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Jbenno/Nuklearia_Klage"&gt;von einem stellvertretenden Pressesprecher&lt;/a&gt;) nicht zum erwünschten Maulkorb geführt haben, taucht nun eine Abmahnung von - wer erräts? - &lt;a href="http://shitstorm.me/blog/wp-content/uploads/2012/08/abmahnung-anon.pdf"&gt;einem stellvertretenden Pressesprecher&lt;/a&gt; auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlimmer als die Abmahnung an sich - und das will was heißen - sind aber die unglaublichen Mengen an Apologeten, die plötzlich überall auftauchen. Eine nicht repräsentative Auswahl: Abmahnungen seien ja nicht &lt;a href="https://twitter.com/pfadintegral/status/239126823127097344"&gt;an sich böse&lt;/a&gt;. Es treffe doch sowieso &lt;a href="https://twitter.com/Reverend_Sykes/status/239446371558629376"&gt;nur einen Atomlobbyisten&lt;/a&gt;. Ausserdem verwende der Flyer das Parteilogo (&lt;a href="http://blog.uxp.de/2012/08/12-grunde-fur-die-abmahnung.html?showComment=1345948965772#c672907509220466402"&gt;Quatsch&lt;/a&gt;) und &lt;a href="http://twitpic.com/amxggt"&gt;spreche im Namen der Partei und behaupte Sachen über unser Programm&lt;/a&gt; und ausserdem frisst der Autor des Flyers kleine Kinder, hat schonmal im Halteverbot geparkt und benutzt sicherlich die falsche Linuxdistribution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und genau diesem Apologetenflügel widme ich:&lt;br /&gt;&lt;b&gt;12 Gründe für die sozialverträgliche, freundliche Abmahnung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;1. Der Unterzeichner&lt;/h3&gt;Die Abmahnung behauptet der Flyerautor dürfe nicht im Namen der Partei sprechen. Die Abmahnung wurde von Gero, einem stellvertretenden Pressesprecher, unterzeichnet. Dieser stellvertretende Pressesprecher wurde vom Bundesvorstand beauftragt.&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="text-align: justify; padding-right: 1em;"&gt;Um die Pressearbeit der PIRATEN weiter zu professionalisieren, wurden für die neuen stellvertretenden Pressesprecher feste Verantwortlichkeitsbereiche geschaffen. So konzentriert sich Möllering zukünftig auf die strategische Pressearbeit und die Gesamtkoordination der Bundespresse. Weiterhin ist sie Hauptansprechpartner für Pressevertreter. Dabei wird sie unterstützt von Gero (..). Gero (..) kümmert sich außerdem um die Vernetzung der Bundespressestelle mit den Länder- und Fraktionspressestellen.&lt;/blockquote&gt;(&lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2012/07/12/piraten-starten-mit-erweitertem-sprecherteam-durch/"&gt;Quelle&lt;/a&gt;, siehe auch den entsprechenden &lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2012/07/15/protokoll-sitzung-20-06-12/"&gt;Beschluss&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;Und da soll jetzt also die aussergerichtliche Vertretung der Piratenpartei eingeschlossen sein? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Update: &lt;a href="http://www.ferner-alsdorf.de/2012/08/abmahnung-piratenpartei-vs-ag-nuklearia/"&gt;Noch jemand, der sich das fragt&lt;/a&gt;]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieht erstmal so aus, als ob hier ein stellvertretender Pressesprecher im Namen der Partei gesprochen hat, ohne das zu dürfen. Witzigerweise also genau die Anschuldigung gegenüber dem Flyerautor. Nur diesmal auf offiziellem Briefpapier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;2. Die Leute im Hintergrund&lt;/h3&gt;Aber halt, er handelte doch sicher im Auftrag. Und der Bundesvorstand wusste doch sicher Bescheid. Tatsächlich hat Gero an dem Abend auffällig bei dem Punkt herumgedruckst wer denn nun von der Aktion wusste. Mittlerweile stellte sich heraus, dass &lt;a href="https://twitter.com/anuschka78/status/239445917437140992"&gt;mindestens die Pressesprecherin vorab eingeweiht war&lt;/a&gt;. Ausserdem wussten 'informierten Kreisen' zufolge Bernd Schlömer und Markus Barenhoff ebenfalls Bescheid. Statt klaren Aussagen bekommt man aktuell bestenfalls nur Gedruckse. Warum aber haben Teile des Bundesvorstandes es überhaupt nötig Handlanger für die Drecksarbeit vorzuschicken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;3. Die Beschlusslage&lt;/h3&gt;Der Bundesvorstand hat nicht einmal (&lt;a href="https://buvo12.piratenpad.de/2012-08-01"&gt;Sitzung 01.08., Zeile 131ff&lt;/a&gt;), nicht zweimal (ebd, Zeile 291ff) sondern &lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2012/08/23/stellungnahme-zur-position-der-piratenpartei-zum-atomausstieg/"&gt;dreimal&lt;/a&gt; klargestellt, zu genau diesem Flyer NICHTS zu unternehmen. Zwischenzeitlich wurde der Flyer sogar &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=Benutzer%3AJbenno%2FNuklearia_Klage&amp;action=historysubmit&amp;diff=1703125&amp;oldid=1702108"&gt;um einen Disclaimer ergänzt&lt;/a&gt;. Und jetzt &lt;a href="https://twitter.com/anuschka78/status/239452844644761600"&gt;stellt die Bundespressesprecherin fest, dass man doch einschreiten müsse&lt;/a&gt;. Zur Not in Eilkompetenz - ohne Wissen des Bundesvorstandes. Um das Interesse des Bundesvorstandes eventuell gegen seinen Wunsch zu schützen. Kennt man ja &lt;a href="https://www.google.de/search?q=Eilkompetenz+Seipenbusch"&gt;aus früheren Zeiten&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;4. Die fehlende Vertretungsmacht&lt;/h3&gt;In meinen Augen konnte weder der stellvertretende Pressesprecher, noch die Pressesprecherin die Piratenpartei Deutschland kraft ihrer Beauftragung hier wirksam vertreten. Ich gehe einen Schritt weiter, und bezweifle sogar dass der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende das alleine könnten! Maßgeblich ist die &lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/die-geschaeftsordnung/"&gt;Geschäftsordnung des Bundesvorstandes&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;5. Die Abmahnung als Mittel&lt;/h3&gt;In der Notfall-Mumble-Sitzung am Freitag, dem 24.08. sagte Gero inhaltlich etwa, dass eine Abmahnung ja ein milderes Mittel sei als ein Parteiausschlussverfahren. Die Bundespressesprecherein haut &lt;a href="https://twitter.com/anuschka78/status/239301688111030273"&gt;in dieselbe Kerbe&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ordnungsmaßnahmen &amp;mdash; ja, Plural! Es gibt auch noch andere als nur das Parteiausschlussverfahren &amp;mdash; sind im &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__10.html"&gt;Parteiengesetz&lt;/a&gt; geregelt. Um eine Ordnungsmaßnahme wirksam verhängen zu können, müssen einige Voraussetzungen vorliegen: Konkrete Regelung in der Satzung, Erfüllung der Voraussetzungen, Vorherige Anhörung des Gegenseite, Beschluss eines Vorstands. Eine &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2011-12-16.pdf"&gt;Doppelbestrafung ist unzulässig&lt;/a&gt;. Jeder Pirat hat das &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Satzung#.C2.A7_1_-_Grundlagen"&gt;Recht auf Gehör&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__14.html"&gt;ein gerechtes und geregeltes Verfahren&lt;/a&gt; vor den parteiinternen Schiedsgerichten. Ordnungsmaßnahmen sind Arbeit, und es ist schwer sie wirksam und korrekt zu formulieren. Das Verfahren kann sich satzungskonform über zwei innerparteiliche Instanzen schon mal 7 Monate hinziehen. Und Ordnungsmaßnahmen verfallen auch irgendwann wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt zum Vergleich die Abmahnung: Benötigt wird ein Briefkopf und ein unterschriftswilliger stellvertretender Pressesprecher. Der Weg zu den Schiedsgerichten wird komplett versperrt. Wer sich gegen eine Abmahnung wehren will muss selbst vor ein ordentliches Gericht ziehen. Gerichtskostenvorschuss und ein Anwalt sind ein Muss. Bei der üblichen Reaktionszeit - in diesem Fall: Drei Tage, inklusive einem Samstag und einem Sonntag - bleibt auch keine Zeit um nachzudenken. &lt;br /&gt;Und natürlich finden sich Leute, die &lt;a href="https://twitter.com/rocknproll/status/239428527525609473"&gt;Einschüchterung als adäquates Mittel begreifen um Leute aus der Partei zu mobben&lt;/a&gt;. Aber das Verfahren ist idealerweise nach drei Tagen abgeschlossen. Und abgegebene Unterlassungserklärungen &lt;s&gt;haben kein Verfallsdatum!&lt;/s&gt; verfallen erst &lt;a href="http://blog.uxp.de/2012/08/12-grunde-fur-die-abmahnung.html?showComment=1345983725896#c1073549634070502720"&gt;nach dreißig Jahren&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Bei Mitgliedern ist die Abmahnung anstatt parteiinterner Ordnungsmaßnahmen eine Pervertierung der Satzung und des Parteiengesetzes!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte eine Abmahnung hier sogar eventuell für sittenwidrig, da nicht nur das Parteimitglied mit Beitritt Loyalitätspflichten eingeht (vgl. Wißmann, Kersten/Rixen PartG § 10 Rn 20), sondern die Partei genauso Rücksicht auf die Interessen seiner Mitglieder zu nehmen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;6. Der Umgang mit dem Flyer-Autor I&lt;/h3&gt;Schon aufgefallen dass dieser Blogpost ausser bei relativen Personen der Zeitgeschichte noch keinen kompletten Namen enthielt? Schon mal aufgefallen dass das Bundesschiedsgericht die Namen von Beteiligten in Verfahren regelmäßig komplett streicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Veröffentlichung des Abmahnungsschreibens mit vollem Namen des Flyerautors auf einem privaten Blog eines Parteimitglieds ist eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Flyerautors. Ich habe Gero darauf hingewiesen und gebeten den Namen zu streichen. Nach 24 Stunden ist das Ding immer noch ungeändert online.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche Persönlichkeitsrechte sind halt besser als andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;7. Der Umgang mit dem Flyer-Autor II&lt;/h3&gt;Bernd Schlömer kündigt an eine Stellungnahme für den &lt;a href="https://twitter.com/BuBernd/status/239395656203124737"&gt;"Mt."&lt;/a&gt; (Montag? Mittwoch? Bergpredigt?) an.&lt;br /&gt;Denn er &lt;a href="https://twitter.com/BuBernd/status/239463385899618305"&gt;lässt sich nicht unter Druck setzen&lt;/a&gt;. Völlig zu recht: Druck ist unmenschlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;8. Der Umgang mit dem Flyer-Autor III&lt;/h3&gt;Die Abmahnung enthält übrigens eine großzügige Frist. Von drei Tagen. Inklusive einem Samstag und Sonntag. Dass diese Frist am Montag abläuft ist völlig wonneprächtig. Und überhaupt kein Druck. Stell dir nur mal das Gesicht von dem Flyerautor vor wenn dann am Mittwoch in einer Sitzung erklärt wird, wie das alles doch nur ein bedauerliches Missverständnis war!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls er bis dahin vielleicht doch unterschrieben hat ist dann halt persönliches Pech. Und gilt trotzdem. Aber mit Druck hat das gar nichts zu tun. Und 'Nötigung' ist hier nun wirklich ein völlig unangebrachtes Wort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;9. Der Umfang&lt;/h3&gt;Ich bin ja noch gar nicht auf den eigentlich Inhalt des Schreibens eingegangen. &lt;br /&gt;Gefordert wird: Es&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="text-align: justify; padding-right: 1em;"&gt;zu unterlassen, &lt;b&gt;den Eindruck zu erwecken,&lt;/b&gt; Erklärungen und Positionen der "Piratenpartei Deutschland" abzugeben, insbesondere im Bezug auf die "AG Nuklearia", wie geschehen unter der URL https://wiki.piratenpartei.de/AG_Nuklearia sowie im Flyer "Nuklearia - Piraten für moderne und sichere Kernenergie". In der gebotenen Form sind &lt;b&gt;sowohl der Flyer&lt;/b&gt;, &lt;b&gt;als auch die Wikiseite&lt;/b&gt; irreführend und begründen eine erhebliche, offensichtlich sogar intendierte Verwechslungsgefahr.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Über den Flyer haben schon alle geredet. Der hat zwar kein Piraten-Layout, kein Parteilogo und kein Signet, ist aber natürlich trotzdem hochgradig verwechslungsgefährdet. Das anmonierte &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Nuklearia-Flyer_-_Wohin_mit_dem_Atomm%C3%BCll_1.jpg"&gt;"Piraten für sichere und moderne Kernenergie"&lt;/a&gt; widerspricht zwar witzigerweise nicht mal dem &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Positionspapiere/Atomausstieg/Sicherheit_kerntechnischer_Anlagen"&gt;Positionspapier für sichere und moderne kerntechnische Anlagen&lt;/a&gt;, aber wen interessiert das schon. (Und nein: Positionspapiere &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2010-12-20.pdf"&gt;sind KEIN Programm&lt;/a&gt;. Genausowenig sind Beschlusslagen von Landesverbänden Bundessache - dann sollte die Abmahnung bitteschön von einem Landesverband kommen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spannender finde ich den Teil mit &lt;b&gt;als auch die Wikiseite&lt;/b&gt;. &lt;br /&gt;Witzigerweise waren die Atomreligionsflügelkriege schon einmal Thema im Wiki. Ich habe mich bei der Diskussion im Januar 2012 dazu auch mal eingemischt. Stein des Anstoßes war ein hyperaktiver Antiatompirat, der darauf bestand, dass damals die AG Nuklearia als einzige&amp;nbsp;(!) AG einen zwei Jahre im Wiki rumgammelenden, ungenutzten aber knallroten Disclaimer auf der Seite zu führen hat. Damals sollte der Flyerautor im Wiki wegen des Editwars auf seinen AG-Seiten&amp;nbsp;(!) &lt;a href="http://uxp.de/35"&gt;für 4 Wochen gesperrt werden&lt;/a&gt;. Die Debatte endete statt einer Sperrung dann in der Erstellung &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Vorlage:DiskussionNIMBY"&gt;dieser Vorlage&lt;/a&gt;, die &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Nuklearia&amp;action=historysubmit&amp;diff=1732944&amp;oldid=1725409"&gt;bis vor einer Woche auf der Wikiseite war&lt;/a&gt;. Der eingangs erwähnte &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Nuklearia&amp;action=historysubmit&amp;diff=1738345&amp;oldid=1737983"&gt;Wikiedit&lt;/a&gt; eines anderen stellv. Pressesprechers und der Text in der Abmahnung zeigt, dass die Irreführung und Verwechslungsgefahr im Wiki sehr weit interpretiert werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Unterlassungserklärung ist nicht auf das Wiki begrenzt. Schonmal gesehen was bei so einem &lt;a href="https://piratenpad.de/AH1TyJXRlv"&gt;Piratenpad&lt;/a&gt; oben links steht? Signet neben Parteiname. Und im &lt;a href="http://www.piratenpad.de/node/3"&gt;zugehörigen Impressum&lt;/a&gt;? Na da distanzier dich aber mal wirksam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Essentiell&lt;/b&gt; bedeutet die geforderte Unterlassungserklärung ein 'verpiss dich aus unseren Arbeitsmitteln, sonst...' - ja, sonst was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;10. Die Strafandrohung&lt;/h3&gt;&lt;blockquote style="text-align: justify; padding-right: 1em;"&gt;(..) einer Vertragsstrafe, deren Höhe bei einem schuldhaften Verstoß von der Piratenpartei Deutschland, vertreten durch den jeweiligen Vorstand, nach billigem Ermessen festzusetzen ist&lt;/blockquote&gt;Ein falscher Edit im Wiki, und der Bundesvorstand hat dich an den Eiern. Und zwar komplett. Nicht deine Parteimitgliedschaft. Oder dein Pöstchen als Rechnungsprüfer im Ortsverband Vilsbiburg. Oder deine AG Leitung. Sondern schlicht deine wirtschaftliche Existenz. Wer braucht Selbstverwirklichung in der &lt;a href="http://www.stamatis.biz/?attachment_id=860"&gt;Maslow'schen Bedürfnispyramide&lt;/a&gt;, wenn du kein Dach mehr über dem Kopf hast? Tja. Hättste mal nicht den Blankoscheck unterschrieben. Warum du ihn unterschrieben hast ist deine Privatsache, das interessiert zu dem Zeitpunkt erstmal keinen mehr.&lt;br /&gt;Du kannst natürlich dagegen klagen. Sofern du dir bei nem Streitwert von &amp;ndash; aus der Luft gegriffen aber realistisch und nach oben offen &amp;ndash; 50.000€ überhaupt nen Anwalt leisten kannst. Die Koffer der Partei sind prinzipiell erstmal größer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich sehe wieviel humaner so eine Abmahnung gegenüber einem Parteiausschlussverfahren ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;11. Die Gleichbehandlung&lt;/h3&gt;Ich muss nicht extra betonen, dass kaum eine andere AG entsprechende Hinweise auf ihren Wikiseiten hat. Oder?&lt;br /&gt;Der reineditierte Allgemeine-AG-Banner wird &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Spezial:Linkliste/Vorlage:AG-Aussagen-Relativierung-Allgemein"&gt;auf keiner anderen Seite verwendet&lt;/a&gt; (Stand: Sonntag, 04:50 Uhr). Die &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/AG_Waffenrecht"&gt;AG Waffenrecht&lt;/a&gt; hat einen eigenen Hinweis. Aber die &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/AG_Justizpolitik"&gt;AG Justizpolitik&lt;/a&gt;, die &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/AG_Inklusion"&gt;AG Inklusion&lt;/a&gt; und &amp;mdash; huch &amp;mdash; die AntiAtomPiraten &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AntiAtomPiraten&amp;oldid=1740251"&gt;natürlich&lt;/a&gt; &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AntiAtomPiraten/Argumente&amp;oldid=1735181"&gt;nicht&lt;/a&gt;. (Und nein, deren Programm ist nicht identisch mit dem beschlossenen Positionspapier)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;12. Die Verhältnismäßigkeit&lt;/h3&gt;Trifft sich echt klasse dass man nicht den Weg einer Ordnungsmaßnahme genommen hat. Denn die müsste eventuell von einem Schiedsgericht geprüft werden, und das könnte feststellen dass die Ordnungsmaßnahme gar nicht &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Verh%C3%A4ltnism%C3%A4%C3%9Figkeitsprinzip_%28Deutschland%29"&gt;verhältnismäßig&lt;/a&gt; sei (vgl. &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2011-04-11-3.pdf"&gt;BSG 2011-04-11-3&lt;/a&gt; Seite 6 Mitte). Das wäre natürlich doof. Dann lieber eine Abmahnung die erstmal nicht geprüft wird, und die man erstmal wegen allem ausstellen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verhältnismäßigkeit bedeutet &lt;b&gt;Geeignetheit, Legitimer Zweck, Erforderlichkeit, Angemessenheit&lt;/b&gt;.Eine Unterlassungserklärung ist selbstverständlich geeignet, und die stete Nutzung des Worts 'Pirat' ist ja so verwirrend, da ist der Zweck definitiv auch legitim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erforderlichkeit hat sich schon deshalb erledigt weil ja eine Abmahnung stets ein milderes Mittel ist als die mildeste Ordnungsmaßnahme. Und die Angemessenheit im engeren Sinn ist natürlich total erfüllt, weil der Maulkorbeffekt und die folgende stete wirtschaftliche Abhängigkeit von Gnaden der Partei ja überhaupt nicht krass nachteilhaft gegenüber einem einzelnen Mitglied ist.&lt;br /&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/08/12-grunde-fur-die-abmahnung.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>15</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-6215498693570437536</guid><pubDate>Mon, 06 Aug 2012 11:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-08-06T13:26:48.820+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>NotInventedHere</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Liquid Feedback</category><title>Alles Gute...</title><description>Geburtstagsgeschenk mal ander5:&lt;br /&gt;Zur Feier des Tages gibts ein Geschenk von mir &lt;i&gt;an&lt;/i&gt; die Partei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es steht ja ein Liquid-Feedback 2.0-Update vor der Tür. Ob es nun wirklich kommt oder nicht steht ja noch nicht fest. Aber ich hab in den letzten Tagen trotzdem mal ein bischen rumgecodet. Denn in Liquid-Feedback 2.0 gibts eine mir wichtige Funktion nicht mehr - das Auto-Ablehnen. Daher...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf &lt;a href="http://autoablehnen.flamefestival.de/"&gt;http://autoablehnen.flamefestival.de/&lt;/a&gt; weiterlesen.</description><link>http://blog.uxp.de/2012/08/alles-gute.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-1741957094578653982</guid><pubDate>Thu, 02 Aug 2012 14:03:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-08-23T18:04:32.694+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesvorstand</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Datenschutz</category><title>Antrag auf Mitgliederdaten</title><description>Ich habe eben beim Bundesvorstand folgenden Antrag eingeworfen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Hallo lieber Bundesvorstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bitte um eine Kopie des aktuellen Mitgliederverzeichnisses, um einen&lt;br /&gt;Satzungsänderungsantrag nach §12 Abs 1 Satz 2 Bundessatzung organisieren&lt;br /&gt;zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu benötige ich von sämtlichen Mitgliedern&lt;br /&gt;- Vorname&lt;br /&gt;- Name&lt;br /&gt;- Adresse (Straße, Postleitzahl, Ort)&lt;br /&gt;sowie, soweit vorhanden,&lt;br /&gt;- E-Mail-Adresse&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch nichtzahlende Mitglieder sollen eingeschlossen sein, da ich diese&lt;br /&gt;ggf. zu einer Zahlung überreden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rechtsgrundlage ist unter anderem dem Rechtsgutachten der JBB&lt;br /&gt;Rechtsanwälte zum Klarnamen-Liquid zu entnehmen (Seite 14 Absatz 2):&lt;br /&gt;"Insbesondere besteht anerkanntermaßen ein Anspruch der&lt;br /&gt;Parteimitglieder auf Offenlegung der Mitgliederlisten {Klein, in:&lt;br /&gt;Maunz/Dürig, Grundgesetz-Kommentar, 64. Ergänzungslieferung 2012,&lt;br /&gt;Art. 21 Rn 330; Waldner/Wörle-Himmel,\n: Sauter/Schweyer/Waldner, Der&lt;br /&gt;eingetragene Verein, 19. Auflage 2010, Erster Teil, Darstellung des&lt;br /&gt;Vereinsrechts, Rn. 336). Das ergibt sich einerseits aus § 28 Abs. 9&lt;br /&gt;S. 3 BDSG, der nur die Übermittlung der nach § 28 Abs. 9 BDSG&lt;br /&gt;verarbeiteten Daten an Personen oder Stellen außerhalb der Partei von&lt;br /&gt;der Einwilligung des Betroffenen abhängig macht."&lt;br /&gt;&lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/6/6d/LQFB_Neuausrichtung_LV_Berlin_-_Anfrage_an_die_DS_Aufsichtsbeh%C3%B6rde_-_2012-7-31.pdf"&gt;http://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/6/6d/LQFB_Neuausrichtung_LV_Berlin_-_Anfrage_an_die_DS_Aufsichtsbeh%C3%B6rde_-_2012-7-31.pdf&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zumindest vom Landesverband Berlin wird diese Auffassung nicht bestritten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bitte um Zusendung in einem leicht weiterzuverarbeitenden CSV- oder&lt;br /&gt;XML-Format bis zum 16.08.2012.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;br /&gt;Markus Gerstel&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;(Eine Herausgabe an einen Treuhänder genügt übrigens nicht, und ja, ich darf die Mitgliederliste auch elektronisch verlangen. &lt;a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=en&amp;sid=535126b4f6f3ffd06164b83a97ae1096&amp;nr=54195&amp;pos=0&amp;anz=2"&gt;Quelle&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ziele und Nicht-Ziele des Antrags sind hoffentlich offensichtlich und selbsterklärend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der LV Berlin sieht jedenfalls scheinbar keine bedeutenden Probleme Mitgliederdaten herauszugeben. Frühere Bundesvorstände vertraten da eine leicht vollständig gegenteilige Auffassung - auch für die Herausgabe an Mitglieder. Mal sehen was der aktuelle BuVo dazu so meint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn das Ende vom Lied ist, dass der Bundesvorstand empfiehlt den Mitgliedern einer Herausgabe der Mitgliederdaten explizit auch in solchen Fällen zu widersprechen (was rechtlich möglich, aber vermutlich in der Mitgliederverwaltung aktuell nicht vorgesehen ist), und eine entsprechende Klausel ihren Weg in den Mitgliederantrag findet (hier anklicken um...), dann wäre das doch auch ein schönes Ergebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Nachtrag&lt;/h3&gt;So akademisch wie es aussieht, ist das Thema übrigens nicht: Dem LV NDS lag bereits ein &lt;a href="https://ticket.piraten-nds.de/issues/3057"&gt;entsprechender Antrag vor, und er wurde vom dortigen Vorstand abgelehnt&lt;/a&gt;. Ob der Antrag dort in die Verlängerung geht ist mir gegenwärtig nicht bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ist der aktuelle Stand: Ein Landesverband Pro, ein Landesverband Contra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offene Fragen: Was macht der Bundesverband? Was unternimmt NDS um Mitgliederdaten zu schützen, für den Fall dass das Teil in die offizielle Verlängerung geht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Nachtrag 2 (23.08.2012)&lt;/h3&gt;Der Bundesvorstand hat den Antrag &lt;a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2012/08/17/mitschrift-vorstandssitzung-2012-08-15/"&gt;&lt;b&gt;abgelehnt&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;. Es gibt folgende Stellungnahme des Bundesdatenschutzbeauftragten der Partei:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Dieser Antrag ist abzulehnen, da eine Herausgabe von Mitgliedsdaten&lt;br /&gt;nur bei Verweigerung der Umsetzung der Minderheitenrechte nach § 37&lt;br /&gt;BGB nach einer entspr. gerichtlichen Verfügung gerechtfertigt wäre.&lt;br /&gt;Und dann auch nur unter Auflagen, die es als genügend sicher&lt;br /&gt;erscheinen lassen, dass die Daten nur für diesen Zweck einmalig&lt;br /&gt;verwendet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die angebotenen "Zitate" aus der Rechtsliteratur halte ich für nicht&lt;br /&gt;vereinbar mit den Schutzrechten der Mitglieder insbes. nach § 3 Abs. 9&lt;br /&gt;BDSG.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Zitat zu Sauter Rn. 330 bezieht sich auf eingetragene Vereine.&lt;br /&gt;Hier besteht idR eben kein Bedarf daran, dass die Mitglieder anonym&lt;br /&gt;bleiben wollen, zB sind Mitgliedslisten in Vereinen die Regel. Dies&lt;br /&gt;ist bei Parteien anders, da die Mitgliedschaft in einer Partei ein&lt;br /&gt;besonders schützenwertes Datum ist. Mir ist auch keine Partei bekannt,&lt;br /&gt;die Mitgliederlisten verteilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morlok Rn 112 sieht zB nur die eine Veröffentlichung von Namen der&lt;br /&gt;Vorstandsmitglieder vor, da die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf habe&lt;br /&gt;zu wissen, mit wem sie es zu habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gutachten der JBB-Kanzlei ist für mich ohne Relevanz, da es mMn&lt;br /&gt;eine Mindermeinung vertritt und keinesfalls eine ausführliche&lt;br /&gt;rechtliche Würdigung erlangt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Übrigen ist der Zweck nach § 28 BDSG leicht durch organisatorische&lt;br /&gt;Maßnahmen zu erfüllen, einer Herausgabe der Daten bedarf es dazu&lt;br /&gt;nicht. Auf §43 BDSG weise ich ausdrücklich hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Piratenpartei Deutschland&lt;br /&gt;Datenschutzbeauftragter&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Einschätzungen des Datenschutzbeauftragten sind zwar an verschiedenen Stellen fehlerhaft (beispielsweise sind Parteien auch nur besondere Vereine, die von JBB vertretene Meinung hingegen gerade keine Mindermeinung - dann wäre die ganze Debatte ja nur akademisch - sondern bestenfalls strittig. vgl. BeckOK GG Art. 21 Rn 143; Maunz/Dürig, GG Art 21 Rn 330), aber stimmen meiner Meinung nach im Ergebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Reaktionen auf den Antrag und den Blogbeitrag wurde mir zugetragen, dass auch der &lt;b&gt;Landesverband Thüringen&lt;/b&gt; einen Antrag auf teilweise Herausgabe der Mitgliederlisten bekommen hat. Das Ergebnis: Antrag abgelehnt. Eine ähnliche Anfrage hat der &lt;b&gt;Landesverband Hessen&lt;/b&gt; ebenfalls erfolgreich abgeblockt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ziel meines Antrags jedenfalls wurde erreicht: Der aktuelle Bundesvorstand hat klar Stellung bezogen und hat mit der obigen Stellungnahme auch den Landesverbänden eine Referenz an die Hand gegeben, die sie zukünftigen Antragstellern vor den Latz knallen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte so ein Fall dann mal vor ein Schiedsgericht wandern, kann die Argumentation aus NVwZ 1993, 1127 (Beschluß des CDU-Bundesparteigerichts vom 07.09.1992) eine hilfreiche Prüfungsvorlage sein. Bis dahin gilt: Die Mitgliederdatenbank ist voll, aber zu. Adress-Sammler müssen leider draußen bleiben.</description><link>http://blog.uxp.de/2012/08/antrag-auf-mitgliederdaten.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-1784314754571125060</guid><pubDate>Wed, 25 Apr 2012 17:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-04-25T19:45:55.395+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Fraktion</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesvorstand</category><title>Warum Christopher Lauer nicht als Privatperson sprechen kann</title><description>In der Diskussion um Christopher Lauers unsägliche &lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106226590/Abgeordneter-fordert-Abwahl-von-Piraten-Chef-Nerz.html"&gt;Wahlempfehlung für den nächsten Bundesvorstand&lt;/a&gt;, fällt mir immer wieder ein in verschiedenen Abwandlungen angebrachtes Argument auf, um Christopher zu verteidigen. Es geht ungefähr so: „Ich bin zwar nicht Deiner Meinung, aber es gibt das Recht auf freie Meinungsäußerung, deswegen darfst Du Deine Meinung sagen, das ist Meinungsfreiheit.“ Das Problem bei dieser Argumentation ist, dass aneinander vorbei geredet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube niemand möchte Christopher verbieten öffentlich seine Meinung kund zu tun. Es wird ja nicht an Christopher kritisiert, dass er seine Meinung äußert, sondern dass er bei seiner Meinungsäußerung als Mitglied der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin wahrgenommen wird. Es kommt hier also auf den Kontext an, in dem der Sender der Botschaft, Christopher, von den Empfängern wahrgenommen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das streift die Frage des Öffentlichen und Privaten und inwieweit es diese Abtrennung noch gibt, wenn man eine Person des öffentlichen Lebens ist. Meiner Meinung nach ist Christopher dies durchaus. Er ist in einer der beiden Landtagsfraktionen einer Partei mit über 27.000 Mitgliedern, er ist im Landtagswahlkampf öffentlich aufgetreten und hatte keine Probleme damit, sich vor der Kamera zu zeigen. Er selbst bezeichnet sich als „gläserner Abgeordneter“. Man kann von einem erwachsenen Menschen verlangen, dass er sich vor der Wahl in ein solches Mandat reiflich Gedanken darüber macht, welche Konsequenzen es für sein Privatleben haben kann. Auf dem Parteitag gerierte er sich als Medienprofi, der nicht den Eindruck machte, er wüsste nicht, was Öffentlichkeit und vor allem mediale Öffentlichkeit bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Christopher also in der WELT, die öffentlich ist, seine Meinung vertritt, dann tut er das auch als Mandatsträger der Piratenpartei. Die Piratenpartei hat ihn auf die Landesliste gewählt, ihm somit ihr Vertrauen geschenkt. Sie haben ihn in die erste Reihe geschickt und damit beauftragt, die Piratenpartei nach außen hin zu vertreten. Daher wird jede öffentlich getätigte Aussage Christophers, auch wenn sie in der WELT als Privatmeinung deklariert ist, mit seinem Mandat und der Piratenpartei assoziiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinzu kommt, dass er seine Meinung auf im Politikteil veröffentlicht. Er, als Mitglied der größten Fraktion einer Partei äußert sich in einer politischen Zeitung politisch. Es geht nicht um die neusten Apps fürs Smartphone, es geht nicht um Kuchenrezepte, es geht auch nicht um Strickmuster, es geht um Politik. Meines Erachtens gibt es spätestens hier keine Trennung mehr zwischen dem Privatmann Christopher Lauer und dem Fraktionsmitglied Christopher Lauer. Weiterhin hat er sich in Zeitungen durchaus zu Vorgängen in der Fraktion, wie zum Beispiel zur &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,827826,00.html"&gt;Verrohung der Sitten&lt;/a&gt;, oder &lt;a href="http://www.faz.net/aktuell/eine-antwort-auf-bjoern-boehnings-piratenschelte-wir-sind-doch-nicht-doof-11730122.html"&gt;der Arbeit der Fraktion&lt;/a&gt;, geäußert. Wenn man bösen Willen unterstellen wollte könnte man jetzt behaupten, Christopher sucht sich je nach Großwetterlage aus, ob seine Äußerungen in den Medien als Privatmeinung oder Fraktionsmitglied wahrgenommen werden sollen. Das man dies als Sender gar nicht bestimmen kann, mal ganz außer Acht gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ums nochmal ganz deutlich zu sagen: Es kommt immer auf den Kontext an in dem eine Person etwas von sich gibt und wie sie als Sender gelabelt ist. Einfaches Beispiel: Neulich habe ich „Mehr nukleare Erstschläge!“ getwittert. Da ich weder die Fähigkeit noch die Möglichkeit noch den Willen besitze, einen nuklearen Erstschlag auszuführen, entsteht durch diesen Tweet beim geneigten Leser Schmunzeln oder Ablehnung, weil er meine Art Humor teilt oder nicht teilt. Würde der Präsident oder ein hoher Militär einer Nuklearmacht „Mehr nukleare Erstschläge!“ twittern, erscheint dies direkt in einem anderen Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus fallen in der Öffentlichkeit Christophers Meinungsäußerungen und deren Interpretationen auf die gesamte Fraktion zurück. Denn ob Privatperson oder Fraktionsmitglied: Wir Piraten müssen uns die Frage stellen und gefallen lassen, warum wir jemanden mit so wenig politischem Gespür, sowenig Feingefühl und so kruden Ideen über den Parteivorsitz nach nur zwei Jahren Mitgliedschaft in ein so hohes Mandat gewählt haben. Wenn wir etwas daraus lernen sollten, dann hoffentlich doch das, dass wir Mandatsträger in Zukunft doch etwas gründlicher abklopfen, bevor wir den Georg im Sack kaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dieser Beitrag erschien - ohne gewisse Anpassungen - am 02.12.2009 unter dem Titel &lt;a href="http://schmidtlepp.tumblr.com/post/266206774/warum-aaron-koenig-nicht-als-privatperson-sprechen-kann"&gt;Warum Aaron Koenig nicht als Privatperson sprechen kann&lt;/a&gt;. Autor: Christopher Lauer&lt;/i&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/04/warum-christopher-lauer-nicht-als.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>3</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-2057063696230475482</guid><pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:37:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-04-21T00:01:03.237+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Ordnungsmaßnahme</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Schiedsgericht</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Recht</category><title>Aber wenigstens eine Symbolentscheidung!</title><description>tl;dr: Eine kommentierte Nachlese der Kommentare zum BSG-Urteil. Nicht zu verwechseln mit einer Rechtfertigung, denn die braucht es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Die Piraten k&amp;ouml;nnen den wegen seiner &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen zum Holocaust umstrittenen BT nicht aus der Partei werfen. Das Bundesschiedsgericht der Partei best&amp;auml;tigte ein entsprechendes Urteil des Landes-Schiedsgerichts Rheinland-Pfalz aus formalen Gr&amp;uuml;nden. Damit endet das seit Sommer 2009 laufende Parteiausschlussverfahren mit einem Erfolg f&amp;uuml;r BT.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;— &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,827991,00.html"&gt;Spiegel Online, 17.04.2012&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Nach 122 Tagen und zwei Verhandlungsterminen ist das Verfahren also beendet. Einige haben &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2011-12-16.pdf"&gt;das Urteil&lt;/a&gt; gelesen. Andere wenigstens &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundesschiedsgericht#Verfahrens.C3.BCbersicht_-_Abgeschlossene_Verfahren"&gt;die Kurzzusammenfassung&lt;/a&gt;. Viele haben sich entschlossen einfach so drauflos zu kommentieren. Unter den ersten Reaktionen war von Entt&amp;auml;uschung, Zustimmung bis hin zum Ruf nach Ausschluss des Schiedsgerichts irgendwie alles zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-RrRWCCxpdek/T5CGlr1iFII/AAAAAAAAAVc/yYZoEllMsKk/s1600/bsgpav.png" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="187" src="http://3.bp.blogspot.com/-RrRWCCxpdek/T5CGlr1iFII/AAAAAAAAAVc/yYZoEllMsKk/s320/bsgpav.png" width="303" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;— Tweet von @_Belze_ anschlie&amp;szlig;end (nach Lekt&amp;uuml;re des Urteils?) gel&amp;ouml;scht&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Dass ein Schiedsgerichtsurteil nicht alle gl&amp;uuml;cklich machen w&amp;uuml;rde, war abzusehen. Es ist aber auch nicht die Aufgabe eines Schiedsgerichtes das Gl&amp;uuml;ck zu maximieren.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Zur Schlichtung und Entscheidung von Streitigkeiten der Partei mit einzelnen Mitgliedern sind Schiedsgerichte zu bilden. Die Mitglieder der Schiedsgerichte sind unabh&amp;auml;ngig und an Weisungen nicht gebunden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/partg/__14.html"&gt;§14 Parteiengesetz&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Der vielzitierte &lt;b&gt;Formfehler&lt;/b&gt; war beim genaueren Hinsehen gar keiner. Weder im Urteil, noch in der Zusammenfassung wird irgendwo ein Formfehler erw&amp;auml;hnt. Der 'Formfehler' stammt aus der Pressemitteilung der Partei, und kam vermutlich so zustande, dass Sebastian Nerz den Urteilsinhalt - genauer: die Quintessenz - nur aus 2. oder 3. Hand kannte. Der Bundesvorstand hatte seine Ausfertigung des Urteils zwar etwas fr&amp;uuml;her (so etwa 45 Minuten) erhalten, als die &amp;ouml;ffentliche Fassung letztendlich im Wiki war. Absehbarerweise hat diese Zeit aber nicht gereicht, dass der Bundesvorstand sich zusammenruft, den Urteilstext komplett durchliest, versteht, bewertet und in Ruhe eine Stellungnahme verfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-VfH0gdEfv8Q/T5CMOuqn0eI/AAAAAAAAAVo/JENfYUDDamI/s1600/tirsalesformfehler.png" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-VfH0gdEfv8Q/T5CMOuqn0eI/AAAAAAAAAVo/JENfYUDDamI/s200/tirsalesformfehler.png" width="159" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Sebastian hat sp&amp;auml;ter in den rechts gezeigten Tweets &lt;a href="https://twitter.com/#%21/tirsales/status/192220856322236416"&gt;auch klargestellt&lt;/a&gt; was er damit meinte. Die Presse hat aber nat&amp;uuml;rlich den 'Formfehler'-Teil aufgegriffen anstatt das Urteil selbst zu bewerten. Und so wird es halt als 'Formfehler'-Urteil in die Parteigeschichte eingehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff 'Formfehler' ist also auch eine Folge der schnellen Ver&amp;ouml;ffentlichung des Schiedsgerichts. Schattenseiten der Transparenz. Eventuell empfiehlt es sich f&amp;uuml;r das n&amp;auml;chste Schiedsgericht bei zuk&amp;uuml;nftigen Verfahren als Kompromiss die Ver&amp;ouml;ffentlichung um einen angemessenen Zeitraum (Stunden?) zu verz&amp;ouml;gern, um den Beteiligten Zeit f&amp;uuml;r informiertere Stellungnahmen zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Was hat &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ne_bis_in_idem"&gt;das Doppelbestrafungsverbot&lt;/a&gt; &lt;b&gt;ne bis in idem&lt;/b&gt; im Parteiverfahren zu suchen, wenn es nach &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"&gt;Art 103 III GG&lt;/a&gt; doch nur im Strafrecht anwendbar ist?&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Einer dieser Verfahrensgrunds&amp;auml;tze, die rechtsstaatliche Verfahren von polizeistaatlicher Willk&amp;uuml;r unterscheiden, hei&amp;szlig;t unter Adligen “ne bis in idem”&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Markus Kompa, &lt;a href="http://www.kanzleikompa.de/2012/04/17/auch-piraten-haben-kein-scherbengericht-ein-scheisfall/"&gt;Auch Piraten haben kein Scherbengericht – ein Schei&amp;szlig;fall&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Allerdings ist es auch f&amp;uuml;r andere Verfahren mit Bestrafungscharakter ein allgemein anerkannter Grundsatz, dass eine wiederholte Sanktionierung wegen desselben Tatbestandes unzul&amp;auml;ssig ist, dem auch im Vereinsstrafrecht Rechnung zu tragen ist (vgl. schon RGZ 51, 89 ff.; OLG Hamm, AnwBl. 1973, 110; RGRK/Steffen, 12. Aufl. 1982, zu § 25 BGB Rn. 16; Meyer-Cording, Die Vereinsstrafe, 1957, S. 83; Heimann, Die Schiedsgerichtsbarkeit der politischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland, S. 266; Schlosser, Vereins- und Verbandsgerichtsbarkeit, S. 214 f.; Reichert, Handbuch des Vereins- und Verbandsrechts, 10. Aufl., Rdnr. 2850 und 5800 a; Soergel/Hadding, 13. Aufl. 2000, zu § 25 BGB, Rn. 48; L&amp;ouml;wisch, in “25 Jahre Bundesparteigericht der CDU 1960 - 1985”, S. 29 f.).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Kammergericht Berlin, &lt;a href="http://www.jusmeum.de/rechtsprechung/urteil/lg_sowie/cdbc69bd28db8c8f96d22dadde9cb86f14dd018ff6cc4cfe0e39012aa718ce2c?page=7"&gt;AZ 1 BvR 984/02&lt;/a&gt;. &lt;small style="display: block; line-height: auto;"&gt;Zum Einwand von M. Hohmann, dass sein Parteiausschlussverfahren bei der CDU gegen das Doppelbestrafungsverbot verst&amp;ouml;&amp;szlig;t. Im Fall Hohmann war der Einwand f&amp;uuml;r das Verfahren aber nicht relevant, da das KG feststellte dass es keine vorhergehende Ordnungsma&amp;szlig;nahme gab. Das Gericht brauchte daher nicht feststellen, ob f&amp;uuml;r Parteiordnungsma&amp;szlig;nahmen das Doppelbestrafungsverbot gilt, da es f&amp;uuml;r die Entscheidung keinen Unterschied machte.&lt;/small&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Bezeichnung als &lt;b&gt;Vereinsstrafe&lt;/b&gt; kommt nicht ganz von ungef&amp;auml;hr. Wer nach Vereinsstrafe sucht, findet zwar in erster Linie Sportvereine. Aber auch die Partei ist nur ein spezieller Verein.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;F&amp;uuml;r Verst&amp;ouml;&amp;szlig;e gegen die Mitgliederpflichten kann die Satzung Sanktionen vorsehen: als schwerste Vereinsstrafe den Ausschlu&amp;szlig; aus dem Verein und daneben Disziplinarma&amp;szlig;nahmen verschiedener Art, die als Vereinsstrafen bezeichnet werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Sauter/Schweyer/Waldner, Der eingetragene Verein, 19. Auflage, Rn 350&lt;/blockquote&gt;Das hei&amp;szlig;t nun nicht, dass die Partei pl&amp;ouml;tzlich eine Strafgerichtsbarkeit hat, aber es hei&amp;szlig;t dass sie elementare Prozessgrunds&amp;auml;tze zu beachten hat. Dazu z&amp;auml;hlt z.B. auch explizit der &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/1.html"&gt;§1 StGB&lt;/a&gt;. (Sauter, Rn. 369)&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;„Grunds&amp;auml;tzlich muss auch bei Ordnungsma&amp;szlig;nahmen das allgemeine Verbot der Doppelbestrafung f&amp;uuml;r ein abgegrenztes Verhalten gelten. Dies greift jedoch nicht, wenn zuvor nur eine informelle „politische Reaktion“ erfolgte oder sich eine weitere Ordnungsma&amp;szlig;nahme auf einen neuen Tatbestand st&amp;uuml;tzt („Nachrede-Verhalten“).“ &amp;mdash; Wi&amp;szlig;mann in Kersten/Rixen (Hrsg.), Parteiengesetz (PartG) und europ&amp;auml;isches Parteienrecht, §10 Rn 28, mwN.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; zitiert in &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2011-12-16.pdf"&gt;BSG 2011-12-16, Fu&amp;szlig;note 6&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ist ein Mitglied (..) bereits mit einer Ordnungsma&amp;szlig;nahme nach der Satzung belegt worden, so kommt eine erneute Ahndung mit einem Ausschluss nicht in Betracht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2011-12-16.pdf"&gt;BSG 2011-12-16&lt;/a&gt;, leider mit vers&amp;auml;umten Verweis auf den wahren Zitatgeber: &lt;a href="http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5169/pdf/Loewisch_Der_Ausschluss_aus_politischen_Parteien.pdf"&gt;L&amp;ouml;wisch, Der Ausschlu&amp;szlig; aus politischen Parteien&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Dann gab es noch &lt;a href="http://news.piratenpartei.de/showthread.php?tid=142779&amp;pid=691889#pid691889"&gt;den Einwand&lt;/a&gt; die &lt;b&gt;Verwarnung von 2008&lt;/b&gt; wäre doch &lt;b&gt;gar nicht zugestellt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;2008-06-05: Verwarnung durch BuVor&lt;br /&gt;Der Bundesvorstand beschlie&amp;szlig;t eine Verwarnung gegen BT wegen der &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen auf der Hauptmailingliste am 2008-05-13.&lt;br /&gt;Diese Verwarnung wird anscheinend nicht g&amp;uuml;ltig zugestellt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Von Benutzer:Heptasean gef&amp;uuml;hrte &lt;a href="https://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=Benutzer:HeptaSean/BT-Chronologie&amp;oldid=1232448#2008-06-05:_Verwarnung_durch_BuVor"&gt;Chronologie im Piratenwiki&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Auf der Gegenseite wurde die Verwarnung &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=Benutzer%3ABodo_Thiesen%2FStellungnahme_pers%C3%B6nliche_Meinung_vs._Parteimeinung&amp;action=historysubmit&amp;diff=118813&amp;oldid=118809"&gt;wohl dennoch akzeptiert&lt;/a&gt;. Und auf Vorstandsseite:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;was zu einer Verwarnung durch den Bundesvorstand gef&amp;uuml;hrt hat.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; W&amp;ouml;rtliches Zitat des Bundesvorstandes im erstinstanzlichen Urteil &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Urteil-AZ-LSG_RLP_2010-04-04-1.pdf"&gt;LSG RLP 2010-04-04-1&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Der [Bundesvorstand] f&amp;uuml;hrt an, dass das Einnehmen einer &amp;ouml;ffentlich wirksamen Position durch den Beklagten f&amp;uuml;r den Kl&amp;auml;ger Ausl&amp;ouml;ser war, die urspr&amp;uuml;ngliche Sachlage neu zu bewerten und den Parteiauschlu&amp;szlig; zu beantragen. Der Kl&amp;auml;ger bewertet die Situation derart neu, dass er von der mildesten Form einer Ordnungsma&amp;szlig;nahme (einer Verwarnung) direkt zur schwersten Form &amp;uuml;bergeht (dem Parteiausschluss). Der Kl&amp;auml;ger nahm bereits in der ausgesprochenen Verwarnung Bezug auf einen m&amp;ouml;glichen Konflikt zum Grundsatz der freien Meinungs&amp;auml;u&amp;szlig;erung, die ein hohes Rechtsgut darstellt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Erstinstanzliches Urteil &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Urteil-AZ-LSG_RLP_2010-04-04-1.pdf"&gt;LSG RLP 2010-04-04-1&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Es schien also bereits im erstinstanzlichen Verfahren &amp;uuml;ber den Stand der Verwarnung Einigkeit zu bestehen. Und auch im Rahmen der Berufung landete es als unstrittiger Sachverhalt im Urteil. Ob ein eventueller Zustellungsfehler die Wirksamkeit der Verwarnung &amp;uuml;berhaupt beeintr&amp;auml;chtigt stand also gar nicht erst zur Debatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt machen uns &lt;b&gt;die politischen Gegner&lt;/b&gt; fertig.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Es ist nicht akzeptabel, dass jemand, der mit Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten lieb&amp;auml;ugelt, gleichzeitig nicht nur Teil einer Partei, sondern auch noch Funktionstr&amp;auml;ger ist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; SPD-RLP Pressemitteilung vom 17.04.2012&lt;/blockquote&gt;D'oh. Deswegen hei&amp;szlig;en sie 'politische Gegner'. (Wobei ich 'Mitbewerber' besser finde.) Die sehen es als ihre Berufung andere niederzumachen. (Auch wenn das spieltheoretisch Quatsch ist.) Ihr wollt nicht ernsthaft, dass Schiedsgerichte ihre Spruchpraxis an den zu erwartenden Pressemitteilungen anderer Parteien ausrichtet, oder? Zumal die SPD selbstverst&amp;auml;ndlich wie &amp;uuml;blich tadellos recherchiert hat, und BT zum Funktionstr&amp;auml;ger bef&amp;ouml;rderte. Was Volker Beck von den Gr&amp;uuml;nen abl&amp;auml;sst ist inhaltlich etwa auf demselben Level.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich wissen die, wie ein Parteiausschlussverfahren funktioniert. Und wie es aussieht wenn es nicht funktioniert. Die SPD ist weder Sarrazin, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarrazin#Zweites_Parteiordnungsverfahren"&gt;auch nicht beim 2. Versuch&lt;/a&gt;, noch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Clement#Parteiordnungsverfahren_und_Austritt"&gt;Wolfgang Clement&lt;/a&gt; losgeworden. Der SPD sind sicherlich auch noch die Namen Silke Tesch, Carmen Everts, Jürgen Walter und Dagmar Metzger ein Begriff. Die Grünen wurden bisher &lt;a href="http://www.24pr.de/article/Streit+bei+Duisburger+Gr%C3%BCnen+wegen+Abwahl+von+Sauerland/72561.htm"&gt;Doris Janicki und Dieter Kantel&lt;/a&gt; nicht los, und auch das Parteiausschlussverfahren wegen Friedrich Foerster &lt;a href="http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kleve/nachrichten/zu-ungepflegt-fuer-die-gruenen-1.1200166"&gt;wegen ungepflegtem Auftritts&lt;/a&gt; (?!) ist überraschend &lt;a href="http://www.kurier-am-sonntag.de/cms/lokales/kleve-kalkar-kranenburg-bedburg-hau/3507-foerster-kein-rauswurf-durch-landesschiedsgericht.html"&gt;gescheitert&lt;/a&gt;. Volker Beck ist daher auch super realitätsnah, wenn er von anderen Parteien schonmal ein komplett abgeschlossenes Parteiausschlussverfahren &lt;a href="http://www.ptext.de/nachrichten/lvz-fdp-ratsfrau-sachsen-bedroht-offen-gruenen-bundestags-fraktionsgeschaeftsfue-342793"&gt;binnen eines Monats&lt;/a&gt; fordert. Da sei es dann schonmal entschuldigt wenn seine Kollegen in RLP &lt;a href="http://wolfgang-huste-ahrweiler.de/2012/04/17/kein-platz-fur-holocaust-leugner-zum-nichtausschluss-von-bodo-thiesen-aus-der-piratenpartei-erklaren-britta-steck-und-uwe-diederichs-seidel-landesvorstandssprecherinnen-von-bundis-90die-grunen-rhe/"&gt;nicht bis drei zählen können&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf uninformiertes Gegacker von anderen Parteien kann man sich so oder so verlassen. Erst recht im Wahlkampf, wenn sie neben 'kein Programm!' nichts in der Hand haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Was ist mit &lt;b&gt;den anderen &amp;Auml;usserungen&lt;/b&gt;?&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Herr T. hat eine schwere Verfehlung begangen und daf&amp;uuml;r (egal ob zu Recht oder Unrecht) zun&amp;auml;chst „nur“ eine Verwarnung erhalten. Er befand sich somit also in einer Bew&amp;auml;hrungszeit, weil eine Verwarnung sonst ihren Sinn verfehlen w&amp;uuml;rde.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; @DirkSchatz auf &lt;a href="http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7653"&gt;wolfgang-dudda.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Das ist so nicht richtig. Eine Verwarnung hat keine Bew&amp;auml;hrungszeit. Der Vergleich passt gar nicht. Nicht dass ich so eine Ordnungsma&amp;szlig;nahme schlecht finden w&amp;uuml;rde. Es gibt aber weder einen klar definierten Zeitraum, noch eine klare Auflage, noch eine Grundlage f&amp;uuml;r Bew&amp;auml;hrungsstrafen in der Satzung. Und Grundlagen in der Satzung sind f&amp;uuml;r Ordnungsma&amp;szlig;nahmen essentiell (vgl. &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:BSG_2012-03-15-2.pdf"&gt;BSG 2012-03-15-2&lt;/a&gt;). Aber: Deswegen k&amp;ouml;nnen und sollen selbstverst&amp;auml;ndlich fr&amp;uuml;here Ordnungsma&amp;szlig;nahmen trotzdem beispielsweise beim Parteiausschlussverfahren ber&amp;uuml;cksichtigt werden. Nur einen Automatismus gibt es nicht. Sp&amp;auml;tere Ordnungsma&amp;szlig;nahmen sind weiterhin Einzelentscheidungen mit eigenem Ermessensspielraum.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Was jedoch die weiteren, durch Herrn T. get&amp;auml;tigten &amp;Auml;u&amp;szlig;erungen betrifft, geht meine Meinung mit der des Gerichtes weit auseinander. Diese Handlungen h&amp;auml;tten ausreichen m&amp;uuml;ssen, um eine weitere Ordnungsma&amp;szlig;nahme und damit einen Ausschluss aus der Partei zu rechtfertigen. Ich bedauere es sehr, dass unser Bundesschiedsgericht in dieser Sache nicht in der Lage war, klare Kante zu zeigen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; @DirkSchatz auf &lt;a href="http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7653"&gt;wolfgang-dudda.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Mir ist hier wichtig noch festzuhalten, dass explizit &lt;i&gt;nur&lt;/i&gt; noch die Mails vom 15.12.2010 Teil des Verfahrens waren. Alles andere, alles danach, war nicht Teil eines Ordnungsma&amp;szlig;nahmenverfahrens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;Das Beste zum Schluss:&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Aber wenigstens eine Symbolentscheidung&lt;/b&gt; w&amp;auml;re doch drin gewesen!&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Denn: h&amp;auml;tte das Gericht zum Nachteil des Herrn T. entschieden, best&amp;uuml;nde die M&amp;ouml;glichkeit, dass der Fall vor einem „h&amp;ouml;herrangigen“ zivilen Gericht verhandelt worden w&amp;auml;re. Ein schnelles Ende der Angelegenheit scheinen Viele lieber hinzunehmen, als einen Sieg, der angefochten werden kann und zu weiterer Diskussion und weiterer negativen medialen Aufmerksamkeit f&amp;uuml;hrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verkannt wird dabei allerdings, dass ein Urteil zum Nachteil des Herrn T. mehr Vorteile gebracht h&amp;auml;tte. Zum einen h&amp;auml;tte die Partei ihr Gesicht in der &amp;Ouml;ffentlichkeit bewahrt und zum anderen den inneren Frieden unter den Mitgliedern wieder hergestellt. Der Bev&amp;ouml;lkerung w&amp;auml;re gezeigt worden, dass wir alles denkbar M&amp;ouml;gliche getan haben, um unsere inneren Grunds&amp;auml;tze und Werte zu verteidigen, ohne dabei gleichzeitig unsere hohen rechtsstaatlichen Standards herab zu setzen. Zudem w&amp;auml;re ein eventuelles Urteil eines Zivilgerichts die Entscheidung eines au&amp;szlig;enstehenden Dritten gewesen, also eine Entscheidung, die au&amp;szlig;erhalb unseres Verantwortungsbereichs liegt. W&amp;auml;re dann dort zugunsten des Herrn T. entschieden worden, w&amp;uuml;rden wir im schlimmsten Fall wieder beim Status Quo liegen, dies jedoch mit den eben beschriebenen Vorteilen. Wir h&amp;auml;tten aber unmissverst&amp;auml;ndlich deutlich gemacht, dass wir derartiges Gedankengut in keiner Weise bei uns dulden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; @DirkSchatz auf &lt;a href="http://www.wolfgang-dudda.de/?p=7653"&gt;wolfgang-dudda.de&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Nur eine Beispielforderung. Tats&amp;auml;chlich habe ich das mehrfach geh&amp;ouml;rt. Das BSG hat es sich &lt;i&gt;leicht gemacht&lt;/i&gt;, es h&amp;auml;tte &lt;i&gt;mehr Eier&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;mehr Mut&lt;/i&gt; zeigen sollen. Und da rollen sich mir ehrlich gesagt die Nackenhaare auf.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ein Schiedsrichter, welcher sich bei der Entscheidung einer Rechtssache zugunsten oder zum Nachteil einer Partei einer Beugung des Rechts schuldig macht, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu f&amp;uuml;nf Jahren bestraft.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&amp;mdash; Der auf Parteischiedsrichter nicht(!) anwendbare &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__339.html"&gt;§339 StGB&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;Was den Hauptteil des Urteils angeht, der sich auf das Verbot der Doppelbestrafung st&amp;uuml;tzt, ist das f&amp;uuml;r mich ein absolutes No-Go. Ein Schiedsgericht ist nicht gew&amp;auml;hlt um Symbolpolitik zu betreiben oder um auf dem R&amp;uuml;cken von Verfahrensbeteiligten Zeichen zu setzen. Wenn der Sachverhalt etwas hergibt, dann gibt er es her. Wenn der Sachverhalt etwas nicht hergibt, dann eben nicht. Aber ich pers&amp;ouml;nlich werde kein Urteil wider besseren Wissens unterschreiben. Auch nicht zum Wohle der Partei. Auch nicht, wenn ich davon ausgehen kann, dass dann ein sp&amp;auml;teres Gericht das schon fixen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Haltung geht gar nicht. Das ist doch exakt das, was auch von uns z.B. an der Bundesregierung kritisiert wird: Erst bewusst verfassungswidrige Gesetze beschlie&amp;szlig;en, und anschlie&amp;szlig;end vom Verfassungsgericht kassieren lassen. Wild gegriffenes Beispiel: Luftsicherheitsgesetz. Der Politiker steht gut da, f&amp;uuml;r seine Partei und seine W&amp;auml;hler "tut er was", nur das b&amp;ouml;se Verfassungsgericht mit seiner fehlerhaften Einzelmeinung l&amp;auml;sst ihn nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schrieb mal, dass &lt;a href="http://www.formspring.me/AnthChirp/q/306578943350145287"&gt;Schiedsrichterei auch Politik&lt;/a&gt; ist. Das gilt immer noch. Aber nur im Rahmen des Ermessensspielraums. Wer vom Schiedsgericht Symbolpolitik um der Symbolpolitik willen erwartet, der soll mich bitte nicht w&amp;auml;hlen. Ich will keine Entscheidungen treffen, die sich zwar angeblich f&amp;uuml;r die Partei gut anf&amp;uuml;hlen sollen, aber sachlich falsch sind.</description><link>http://blog.uxp.de/2012/04/aber-wenigstens-eine-symbolentscheidung.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-RrRWCCxpdek/T5CGlr1iFII/AAAAAAAAAVc/yYZoEllMsKk/s72-c/bsgpav.png' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-4280377740592302258</guid><pubDate>Sun, 25 Mar 2012 09:44:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-03-25T11:52:18.768+02:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>NRW</category><title>Die Geschäftsordnung ist kein Grundgesetz</title><description>Hallo lieber LPT NRW.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Teil I - Die Ewigkeitsklausel&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;es ist schön, dass ihr euch eine &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=NRW:Landesparteitag_2012.1/Gesch%C3%A4ftsordnung&amp;oldid=1417636#.C2.A75.2.7_GO-Antrag_auf_.C3.84nderung_der_Gesch.C3.A4ftsordnung"&gt;Geschäftsordnung&lt;/a&gt; gebt. Aber musstet ihr gleich Grundgesetz damit spielen?&lt;br /&gt;§5.2.7 sagt: Die Geschäftsordnung kann mit 2/3-Mehrheit geändert werden (was, wie wir wissen, 'doppelt so viele Ja- wie Nein-Stimmen' bedeutet). Die Wahlordnung und Teile der Geschäftsordnung, inklusive dieser Ewigkeitsklausel selbst, dürfen aber nicht geändert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die schlechte Nachricht: Die Partei ist kein Kleinstaat. Ein Parteitag ist kein Verfassungskonvent und kein Bundestag. Die Basis ist kein Staatsvolk. Das Schiedsgericht ist kein Verfassungsgericht. Es gibt keine innerparteiliche Gewaltenteilung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gute Nachricht: &lt;b&gt;Es gibt keine Ewigkeitsklauseln in Geschäftsordnungen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf Satzungsebene sind &lt;b&gt;Ewigkeitsklauseln&lt;/b&gt; im Vereinsrecht &lt;b&gt;unzulässig&lt;/b&gt;, und werden als "erfordern zur Änderung Einstimmigkeit" interpretiert:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;small&gt;Eine Unabänderlichkeit von Satzungsbestimmungen gibt es nicht. Würde die Satzung einzelne Bestimmungen für unabänderlich erklären, so wäre das so zu verstehen, daß eine Änderung nur mit Zustimmung aller Vereinsmitglieder (auch der in der Mitgliederversammlung nicht anwesenden) erfolgen kann. Je nach dem Inhalt der für unabänderlich erklärten Satzungsvorschriften kann die Satzung auch dahin ausgelegt werden, daß es zur Satzungsänderung der Zustimmung der Gründungsmitglieder bedarf, sofern diese im gegebenen Zeitpunkt noch Mitglieder des Vereins sind.&lt;/small&gt; - Sauter, Schweyer, Waldner - der eingetragene Verein - Rn 137&lt;/blockquote&gt;Selbst &lt;b&gt;Einstimmigkeitserfordernisse&lt;/b&gt; sind aber in Parteien &lt;b&gt;unzulässig&lt;/b&gt;:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;small&gt;Der im Vereinsrecht möglichen satzungsmäßigen Festlegung eines Einstimmigkeitserfordernisses steht hingegen im Parteienrecht die ausdrückliche Beschränkung auf eine "erhöhte Stimmenmehrheit" entgegen. Damit ist es ausgeschlossen, einem einzelnen Mitglied satzungsrechtlich eine Vetoposition einzuräumen, die ein unverhältnismäßig großes Stimmengewicht im Verhältnis zur Mitgliederzahl bedeutete.&lt;/small&gt; - Augsberg in Kersten, Rixen - Parteiengesetz, §15 Rn 8&lt;/blockquote&gt;Die Begründung hieraus folgt mehr oder weniger direkt aus der Vorschrift der innerparteilichen Demokratie (Art 21 I 3 GG). Wie sollen die Leute der gestrigen Versammlung der heutigen Versammlung irreversibel vorschreiben können, wie die Versammlung zu laufen hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn aber schon in Satzungen Ewigkeitsklauseln nicht gehen - wie soll dann eine Geschäftsordnung eine Ewigkeitsklausel schaffen können? Ganz einfach: Gar nicht. &lt;br /&gt;&lt;b&gt;Entsprechende Regelungen sind unwirksam&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was also jetzt tun? Wenn dem Parteitag danach steht - eine neue Geschäftsordnung und Wahlordnung beschließen. Bevorzugt eine ohne Ewigkeitsklausel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Teil II - Die Listenaufstellung&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Sind wirklich 50% der Stimmen nötig um auf eine Liste gewählt zu werden? Nein, sieht nicht danach aus. Denn eine Wahl auf eine Liste ist keine Wahl in ein Amt. Was wirklich stattfindet ist, dass der Parteitag eine Reihenfolge festlegt. Wenn ihr also die Wahlordnung ändern wollt, dass Plätze auch mit weniger als 50% der Stimmen besetzt werden können, dann macht das.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maßgeblich sind hier &lt;a href="https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&amp;gld_nr=1&amp;ugl_nr=1110&amp;bes_id=3354&amp;aufgehoben=N&amp;menu=1&amp;sg=0"&gt;§§18 VIII 3, 20 II Landeswahlgesetz NRW&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;small&gt;Die Versicherung an Eides statt nach § 18 Abs. 8 Satz 3 hat sich auch darauf zu erstrecken, dass die &lt;i&gt;Festlegung der Reihenfolge der Bewerber in der Landesliste&lt;/i&gt; in geheimer Abstimmung erfolgt ist.&lt;/small&gt; - §20 II 2 LWG NRW&lt;/blockquote&gt;Es geht aktuell um eine Festlegung der Reihenfolge in geheimer Abstimmung - keine Wahl. Ja, aber woher bekommt die Liste dann letztendlich ihre Legitimation? Ganz einfach: Indem am Ende der Aufstellungsversammlung, als letzte Aktion, &lt;b&gt;die Liste insgesamt(!) noch einmal geheim abgestimmt&lt;/b&gt; wird. Wäre auch nicht das erste Mal, z.B. bei der Aufstellungsversammlung im Main-Kinzig-Kreis wurde das genau so gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;-Markus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PS: Besten Dank an Emanuel Schach für die gemeinsame 5-Minuten-Analyse der Rechtslage und die guten Lösungsvorschläge :)&lt;br /&gt;PPS: Das Schiedsgericht hat mit der Aufstellungsversammlung übrigens eh nichts zu tun, von daher gibt es hier keine Interessenskonflikte. Der Endgegner in diesem Level ist der Landeswahlleiter.</description><link>http://blog.uxp.de/2012/03/die-geschaftsordnung-ist-kein.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-5123859014926878931</guid><pubDate>Wed, 14 Mar 2012 21:26:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-03-14T22:32:58.399+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>FDP</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Parteienfinanzierung</category><title>Parteienfinanzierung im Umkehrschub - #FDP</title><description>Man kennt das ja: Man wählt Parteien, und die bekommen Geld vom Staat in Form der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parteienfinanzierung#Deutschland"&gt;Parteienfinanzierung&lt;/a&gt;. Davon mag man halten, was man will - es ist einfach so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vereinfacht: Je mehr Stimmen eine Partei bekommt, desto mehr Geld bekommt sie. Umgekehrt: Je weniger Stimmen eine Partei bekommt, desto weniger Geld bekommt sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit die Parteien nicht einmal im Jahr besonders viel Geld bekommen, gibt es quartalsmäßige Vorauszahlungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit belustigter Schadenfreude wird also der Taschenrechner gezückt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vorauszahlungen für die FDP für dieses Jahr bemessen sich nach der Summe aller Wählerstimmen in Land-, Bund- und Europawahlen mit Stichtag zum 31.12.2011.&lt;br /&gt;Die FDP hatte da &lt;b&gt;11.977.079,5 Stimmen&lt;/b&gt; (&lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/f/f8/Mitteilung_Parteienfinanzierung_2012.pdf"&gt;Quelle&lt;/a&gt;. Nicht wundern, die halbe Stimme kommt aus Bayern). Für die ersten 4 Millionen Stimmen gibts 0,85€ - für jede weitere 0,70€. Macht insgesamt also 4.000.000 * 0,85€ + 7.977.079,5 * 0,70€ = &lt;b&gt;8.983.955,65€ Wählerstimmenanteil&lt;/b&gt;. Dazu kommt noch ein Zuwendungsanteil der sich nach den Parteispenden bemisst und diverse Obergrenzenregelungen, die man hier aber erstmal vernachlässigen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun steht die FDP aktuell ja eher mäßig in der Wählergunst. Es ist damit zu rechnen, dass sie gegenüber der letzten Wahl einige wenige Stimmen einbüßt. Es wäre also denkbar, dass die FDP mehr Geld ausbezahlt bekommt, als ihr am Ende des Jahres zusteht. Dann müsste sie das gesammelt zurückzahlen.&lt;br /&gt;Wenn man die letzten Sonntagsfragen und die Wählerzahlen der jeweils letzten Landtagswahlen ansetzt, dann ergäbe sich folgendes Wahlergebnis:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Saarland&lt;/b&gt;: &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/news/2009/landtagswahl-saarland-2009.htm"&gt;49.064 Stimmen 9,2% (2009)&lt;/a&gt; - zu erwarten: 5.333 Stimmen 1% &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/saarland.htm"&gt;Forsa (09.03.12)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Schleswig-Holstein&lt;/b&gt;: &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/news/2009/landtagswahl-schleswig-holstein-2009.htm"&gt;239.338 Stimmen 14,9% (2009)&lt;/a&gt; - zu erwarten: 32.126 Stimmen 2% &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/schleswig-holstein.htm"&gt;Forsa (05.03.12)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nordrhein-Westfalen&lt;/b&gt;: &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/news/2010/landtagswahl-nordrhein-westfalen-2010.htm"&gt;522.229 Stimmen 6,7% (2010)&lt;/a&gt; - zu erwarten: 155.889 Stimmen 2% &lt;a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/nrw.htm"&gt;Infratest dimap (14.03.12)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Summe: -617.283 Stimmen. Jede Stimme hat einen Wert von 0,70€. Bliebe alles andere also unverändert*, &lt;b&gt;dürfte die FDP Anfang nächsten Jahres &lt;span style="color:red;"&gt;432.098,10€ zurückzahlen&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;, und die Abschlagszahlungen 2013 würden ebenfalls entsprechend gekürzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist doch mal ein Anfang!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;*: Ist natürlich eine gewagte Annahme. Stimmverluste können z.B. durch Einnahmen von Parteienspenden ausgeglichen werden. Wobei die FDP in 2011 hier bereits einen Rückgang der Parteienspenden von 1.5 Mio € 'verkraften' musste. Und auch wenn es schwer vorstellbar ist, warum der FDP überhaupt noch jemand etwas spenden sollte - Dumme gibts eben immer. Der Betrag fällt auch noch etwas niedriger aus, weil es über alle Parteien eine absolute Obergrenze gibt, das könnte die Rückzahlung nochmal um ca 5% kürzen. Auch ist natürlich nicht auszuschließen dass die FDP sich durch ein Wunder voll rehabilitiert und überall die Ministerpräsidenten stellt. (Pruust...) Aber nicht verzweifeln, der FDP verblieben 2013 trotz Rückzahlung und Kürzung alleine durch die Parteienfinanzierung Gesamteinnahmen von ca. 12,7 Mio €. Sollte sie in der Bundestagswahl erneut abkacken wirds so richtig weh tun.&lt;/small&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/03/parteienfinanzierung-im-umkehrschub-fdp.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-8760338845003896625</guid><pubDate>Sat, 18 Feb 2012 04:36:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-18T05:43:19.025+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gruppe 42</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><title>Wenn 42 nicht die Antwort auf alle Fragen ist</title><description>Nun ist es also amtlich: Es gibt eine &lt;a href="http://gruppe42.net/"&gt;&lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;, eine &lt;a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article13874321/Ex-Piratenspitze-gruendet-eigenen-Fluegel.html"&gt;radikale, neue Abspaltung der Piratenpartei&lt;/a&gt;, ein &lt;a href="https://twitter.com/#%21/martindelius/status/170667086610305024"&gt;thematischer Cluster&lt;/a&gt;, eine &lt;a href="https://twitter.com/#%21/urdenc/status/170692133546762242"&gt;USPD&lt;/a&gt;, ein &lt;a href="https://twitter.com/#%21/christiansoeder/status/170653949001601024"&gt;Flügel&lt;/a&gt;, ein &lt;a href="https://twitter.com/#%21/Elquee/status/170701154437697536"&gt;Kernteam der Kernteams&lt;/a&gt;, eine überbewertete &lt;a href="https://twitter.com/#%21/martindelius/status/170668231521075201"&gt;AG&lt;/a&gt;, eine &lt;a href="https://twitter.com/#%21/Telegehirn/status/170696748870811648"&gt;Machterlangungstruppe&lt;/a&gt;, ein &lt;a href="https://twitter.com/#%21/korbinian/status/170686258157322240"&gt;Männerbund&lt;/a&gt; mit &lt;a href="https://twitter.com/#%21/Elquee/statuses/170699081096773632"&gt;Quotenfrauen&lt;/a&gt;, eine &lt;a href="https://twitter.com/#%21/zweitrafferin/status/170701761655484418"&gt;Gruppe die nichts vom arabischen Frühling weiß&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quatsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; ist &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; neu. Dazu muss man sich nur die &lt;a href="http://gruppe42.net/erklaerung/"&gt;Namen der Erstunterzeichner&lt;/a&gt; genauer ansehen. Da sind nicht nur einige Gründungsmitglieder dabei, sondern hauptsächlich Piraten, die bereits 2008, 2009 unterwegs waren, und im Wiki und in der Partei ihre Spuren hinterlassen haben. Genauer: Es sind sogar sehr viele ehemals sehr aktive Piraten dabei, die schon vor geraumer Zeit faktisch oder gedanklich ausgetreten sind, oder zumindest sehr hart an der Grenze waren. Bestenfalls ist die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; ein &lt;b&gt;konservativer &lt;/b&gt;Flügel der Piratenpartei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu passt, wie ein kurzer Rückblick in den kryptischen Ankündigungen in der Timeline eines prominenten Parteimitglieds offenbart, dass der (Neu-)Gründungsanlass vermutlich im Umfeld des Bundesparteitages 2011.2 zu finden ist. BGE? Aber garantiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem Bundesparteitag war die Partei angeknackst. Das kann man nicht leugnen. Es war ein kleines Wunder, dass der Parteitagsbeschluss nicht vor dem Schiedsgericht angefochten wurde. Und das obwohl eine mögliche Anfechtung aus Gründen recht aussichtsreich erschien. Dadurch, dass nicht gegen den Parteitagsbeschluss geklagt wurde, wurde ein Riss an dieser Stelle nochmal vermieden. Oder besser: Verlagert. Denn es haben sich immer noch genug Leute durch den Parteitagsbeschluss vor die Stirn geschlagen gefühlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; erfüllt damit einen wichtigen Zweck: Dadurch dass sie einen Begriff bietet, unter dem sich all diese Leute sammeln können, und ihre gemeinsamen Interessen formulieren können, kittet sie in einer gewissen Art und Weise den Riss innerhalb der Partei. Dass es überhaupt möglich war diese Leute augenscheinlich zurückzuholen verdient in meinen Augen höchsten Respekt. Ob das Ding jetzt &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Marienkäferkrabbelgruppe&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Interessenvereinigung Kernthemen&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;AG Partei&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Flügel &lt;/i&gt;heißt, ist dafür vollkommen egal. Aber &lt;b&gt;dass &lt;/b&gt;es den Namen gibt ist relevant. Dieses kuriose Verlangen Dingen Namen zu geben, um Konzepte greifbar zu machen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit so gut. Ja, ich sympathisiere auch offen mit den Absichten und Zielen der Leute, die hinter dieser Gruppe stehen. Die Themen sind mir selbstverständlich wichtig. Sie sind schließlich der Grund warum ich in diese Partei eingetreten bin. Und ich finde es toll, dass es für viele Leute wichtig ist, sich wieder auf diese Kernthemen zu besinnen. Und wenn mich vorher jemand gefragt hätte - ich stände wahrscheinlich auch auf der Liste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber heute bin ich froh, dass ich nicht auf der Liste stehe. Und ich will auch nicht mehr auf dieser Liste stehen. Denn die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; hat sich für mich gleich zu Beginn verbrannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit meine ich witzigerweise nicht die Ankündigung im in der Welt erschienenen Artikel, dass zwei prominente Ex-Bundesvorstandsmitglieder gerne ein Mandat hätten. Überrascht mich nicht, schockiert mich nicht, macht mir nichts aus. Dass die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; von Beginn an für eine Profilierung von bestimmten Piraten herhalten musste, ist unglücklich. Aber selbst das kann ich noch verstehen, schließlich wollen Medien auch einen Neuigkeitswert. Und - seien wir ehrlich - die Meldung "Piraten gründen Arbeitskreis" ist keine. Die Neugründung der AG Männer hat kein Schwein interessiert. Also braucht man Aufhänger. Personen sind Aufhänger. Zwei Parteipromis - wunderbar: Die Zeitung ist glücklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Aufhänger aber kam nicht von der Zeitung. Der zweite Aufhänger kam von der Gruppe selbst:&lt;br /&gt;&lt;blockquote class="tr_bq"&gt;"Die Gründung der Gruppe ist eine Kritik an der derzeitigen Struktur der Partei. (..) Die Neugründung zeige die Schwäche des Organs Bundesvorstand. Die  derzeitige Parteispitze wisse (..) nichts von der Gründung."&lt;/blockquote&gt;Seht her, wir machen einen Putsch! Wir handeln gegen die Parteiführung. Ohne deren Wissen. Hurra - der Wert der Meldung hat sich eben verfünffacht. Die Zeitung ist überglücklich. &lt;small&gt;(Der Welt ist nur das Wort &lt;i&gt;Meuterei &lt;/i&gt;nicht eingefallen. Kommt sicher irgendwo die Tage in irgendnem Folgeartikel)&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ist noch jemandem aufgefallen, dass hier für mich in lediglich zwei Sätzen der gesamte Sinn der &lt;i&gt;AG 42&lt;/i&gt; auf dem Altar der Selbstdarstellung geopfert wird?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal ist eine geheime Gründung einer Interessensgruppe in der Partei, auch wenn sie noch so sinnvoll ist um erstmal 3 Monate ungestört arbeiten zu können, auch wenn die Interessensgruppe dafür steht&amp;nbsp; &lt;b&gt;Transparenz und Mitbestimmung&lt;/b&gt; zu verlangen (Punkt VI der Erklärung) - &lt;b&gt;gerade &lt;/b&gt;dann - nicht so einfach zu rechtfertigen. Zu schreiben "&lt;i&gt;Das Internet ermöglicht Partizipation statt bloßen Konsum&lt;/i&gt;", aber dann eine fertige Gruppe inklusive Erklärungsdokument zum Konsum/zur Unterzeichnung hinzuwerfen - das ist dann doch mehr als nur eine vertane Chance. Die Formierung ist ja nicht nur 'aus Versehen' nicht öffentlich gewesen. Wir reden auch nicht von einem gut- oder böswilligen Vogonismus. Und spätestens seit dem Zitat in der WELT auch nicht mehr von einem in-Kauf-nehmen. Sondern von Absicht. Das ist für mich - leider - ein Bruch mit den eigenen Zielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Punkt wiegt für mich schwerer. So löblich die Absichten gewesen sein mögen, die zur Gründung der &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; führten, so sinnvoll, nötig und essentiell wichtig eine integrierende Gruppierung dieser Art in der Partei auch sein mag: Nichts rechtfertigt die Reparatur eines Risses in der Partei an einer Stelle mit dem Eintreiben eines Keils an anderer Stelle. Und das &lt;a href="https://twitter.com/#%21/tirsales/status/170677456880144384"&gt;ist hier passiert&lt;/a&gt;: Einen Keil zwischen Bundesvorstand und Basis zu treiben - oder auch nur zwischen der Gruppe und dem Bundesvorstand - das ist einfach unnötig. Klar, super: &lt;a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article12715548/Warum-gemeinsame-Feinde-die-Freundschaft-erhalten.html"&gt;Gemeinsame Feinde bestärken die Freundschaft&lt;/a&gt; und sorgen für stärkeren Zusammenhalt - alte Sandkastenregel. &lt;a href="http://www.broede-hro.de/weisheiten/listsw.php?weid=&amp;amp;swid=445"&gt;Der Zweck darf aber &lt;b&gt;niemals&lt;/b&gt; die Mittel heiligen. Die Mittel müssen den Zweck heiligen!&lt;/a&gt; Zumindest dachte ich, dass dies eine der klassischen Grundprinzipien der Piratenpartei wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein solches Verhalten, gerade aus dieser Gruppe, gerade von Leuten von denen ich persönlich die intellektuelle Kapazität erwartet habe dies zu verstehen, erschreckt und verstört mich. Ich muss davon ausgehen, dass hier - mal wieder - eine Plattform von wenigen, oder einzelnen im Raubbau genutzt wurde, um die eigenen Ziele, in diesem Fall maximale mediale Aufmerksamkeit für sich selbst, zu erreichen. Denn wäre dem nicht so, würde die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; gesammelt hinter einem "&lt;i&gt;Wir gründen uns geheim, um unsere Macht (?) zu demonstrieren, und den Bundesvorstand blöd vorzuführen&lt;/i&gt;"-Motiv stehen, dann müsste ich für mich die Partei an einem zentralen Punkt als gescheitert ansehen. Ich könnte sie zwar immer noch wählen - hey, alle Tage besser als der Rest -&amp;nbsp; aber ein Engagement innerhalb der Partei könnte ich vor mir nicht mehr begründen. Die Alternative wäre darauf zu hoffen, dass die &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; in der Partei niemals irgendwo relevant wird. Was aufgrund der expliziten Zielsetzung der Gruppe ebenfalls auf einen Rückzug herauslaufen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin kann ich zwar die erklärten Ziele der &lt;i&gt;Gruppe 42&lt;/i&gt; für gut heißen, die Methoden aber nicht. Und deshalb kann und werde ich meinen Namen da nicht drunter setzen.</description><link>http://blog.uxp.de/2012/02/wenn-42-nicht-die-antwort-auf-alle.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>13</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-8316507723876259831</guid><pubDate>Mon, 06 Feb 2012 20:45:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-06T21:46:03.874+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Parteien</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Satzung</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Recht</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gerichtsurteil</category><title>Zugriff auf Mitgliederlisten im Verein</title><description>Aktuell sorgt &lt;a href="http://www.datenschutz-praxis.de/fachwissen/fachartikel/anspruch-auf-herausgabe-der-mitgliederdaten-an-ein-vereinsmitglied/"&gt;ein Urteil des LG Köln&lt;/a&gt; für etwas Unruhe: Mitglieder in einem Verein haben dort den Zugriff auf die Mitgliederlisten des 1. FC Köln erstritten. Eine Gruppe von Vereinsmitgliedern wollte eine Satzungsänderung herbeiführen, und hat dafür vom Verein&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Vor- und Nachnamen, Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Wohnort sowie (soweit bekannt) die E-Mailadresse.&lt;/blockquote&gt;der Mitglieder verlangt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das LG Köln hat dem jetzt zugestimmt, denn&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Nach Meinung der Kölner Richter steht dem Kläger ein Anspruch auf Herausgabe der Mitgliederliste zu, wenn und soweit er ein berechtigtes Interesse im Sinne der vereinspolitischen Ziele darlegen kann und diesem Begehren keine überwiegenden Interessen des Vereins oder der betroffenen Vereinsmitglieder entgegenstehen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem ein spektakuläres Urteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es denn nicht ein ziemlicher alter Hut wäre. Schon 2009 hat das OLG Hamburg (6 U 38/08) beschlossen, dass ein Verbraucherschutzverein eine Mitgliederliste an einen Treuhänder herauszugeben hat, über den dann die Mitglieder alle anderen Mitglieder kontaktieren können. Der Treuhänder soll nur dafür sorgen, dass nur Mitglieder angeschrieben werden, die dem nicht explizit widersprochen haben, und dass kein unzulässiger Inhalt (aka Werbung, vereinsfremde Sachen) verschickt wird. Die Mitgliederlisten sind sogar ausserhalb eines Minderheitenbegehrens nach &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__37.html"&gt;§37 BGB&lt;/a&gt; herauszugeben. Vom OLG Hamburg lief das dann &lt;a href="http://openjur.de/u/67326.html"&gt;zum BGH, und wurde dort 2010 bestätigt (II ZR 219/09)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was heißt das nun für eine Partei? Erstmal noch nichts. Keine der beiden Urteile haben etwas mit einer politischen Partei zu tun. Da liegt die ganze Sache nochmal minimal komplizierter, die Gründe sind am Ende des &lt;a href="http://www.datenschutz-praxis.de/fachwissen/fachartikel/anspruch-auf-herausgabe-der-mitgliederdaten-an-ein-vereinsmitglied/"&gt;Datenschutz-Praxis-Artikel&lt;/a&gt;s sogar ausgeführt: Politische Überzeugungen, dazu zählt auch eine Parteimitgliedschaft, sind besonders geschützt.&lt;br /&gt;Der BGH stellt aber fest, dass anonyme Vereinsmitglieder der Weitergabe (und dem Empfang von solchen Anschreiben, s.o.) widersprechen können. Zumindest das dürfte auf jeden Fall auch für politische Parteien anwendbar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(siehe dazu auch: Anm H. Wolfer, GWR 2010, 599)&lt;br /&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/02/zugriff-auf-mitgliederlisten-im-verein.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-3130890983354805828</guid><pubDate>Sun, 29 Jan 2012 11:42:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-02-06T21:47:40.246+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piratenpartei</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><title>Piratenwiki - Früher und Heute</title><description>Zitate sind von &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Piratenwiki:Geschützte_Seiten"&gt;&lt;tt&gt;http://wiki.piratenpartei.de/Piratenwiki:Geschützte_Seiten&lt;/tt&gt;&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher:&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="color: #006; font-style:italic"&gt;Administratoren können Benutzer sperren oder Seiten schützen.&lt;br /&gt;Man könnte prinzipiell alles sperren aber jeder Seite einen Hausmeister geben, der nur darf (das wollen die LVs, die IT, die Juristen etc) dann haben wir kein Wiki mehr sondern eine große Website.&lt;/blockquote&gt;Heute:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Orange_Hilfe"&gt;AG_Orange_Hilfe&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/AG_Recht?redirect=no"&gt;AG Recht 1&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Orga:AG_Recht"&gt;AG Recht 2&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Orga:Rechtsabteilung"&gt;Rechtsabteilung&lt;/a&gt; (erkennt wer ein Muster?) und das demnächst nicht mehr existente &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Website-Team"&gt;Website-Team&lt;/a&gt; haben je einen Hausmeister mit schützender Hand.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Früher:&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="color: #006; font-style:italic"&gt;Handelt es sich um einen Edit-War um einen speziellen Artikel, in dem beide oder alle Parteien keinen Konsenswillen zeigen, kann der betroffene Artikel auch gesperrt werden. Aber nur solange keine "friedlichen" Mitschreiber abgehalten werden. Ansonsten muss jeder der Krieg führenden Nutzer einzeln gesperrt werden.&lt;/blockquote&gt;Heute:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Wenn eine AG &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Recht&amp;action=history"&gt;an ihrer eigenen Seite Änderungen machen will&lt;/a&gt; (24.01.-25.01.), die aber dem Wikiseitenblockwarten nicht gefällt, dann wird der Artikel gelöscht und gesperrt, auch wenn gegen den Blockwart 7 "friedliche Mitschreiber" stehen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Früher:&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="color: #006; font-style:italic"&gt;Benutzer können gesperrt werden wenn diese erkennbar: * vandalieren (also z.B. kommentarlos Dinge löschen oder SPAM verbreiten.)&lt;/blockquote&gt;Heute:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Solange es &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=Diskussion%3AAG_Recht&amp;action=historysubmit&amp;diff=1300224&amp;oldid=1299308"&gt;ein Admin macht&lt;/a&gt;, oder es &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Recht&amp;action=historysubmit&amp;diff=1298376&amp;oldid=1295641"&gt;von einem Admin sanktioniert ist&lt;/a&gt; passiert nichts. Nein, es ist nichtmal &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Popcorn&amp;action=historysubmit&amp;diff=1298324&amp;oldid=1297078"&gt;Vandalismus&lt;/a&gt;. Wenn ein nicht-Admin hingegen seine Wikiseiten von &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/wiki//index.php?title=AG_Ausstiegskritische_Nuklearia/Grenzen_der_Erneuerbaren&amp;diff=next&amp;oldid=1249254"&gt;Trollerei freihält&lt;/a&gt;, dann wird erwogen den nicht-Admin &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Steuerrad#Benutzer_Rainer_Klute_gemeldet"&gt;zu sperren&lt;/a&gt;.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Früher:&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="color: #006; font-style:italic"&gt;Die Sperr- oder Schutzzeit kann je nach Heftigkeit angepasst werden und sollte immer eher moderat begonnen werden. Die Sperrdauer ist der Tätigkeitsfrequenz anzupassen. Baut ein User gerade seinen Frust ab, genügen 30 Minuten. Vandaliert er aber partiell und würde eine 6 Stundensperre über Nacht gar nicht mitbekommen, können das auch mal 3 Tage sein.&lt;/blockquote&gt;Heute:&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Bei Rainer Klute soll, was man so von der Wiki-Admin-ML vernimmt, die Sperrung immerhin nicht permanent sein (wie gnädig) sondern es wird lediglich ein Zeitraum von 4 Wochen diskutiert. Ist doch auch nett.&lt;/blockquote&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/01/piratenwiki-fruher-und-heute.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-8279015739840200721</guid><pubDate>Thu, 19 Jan 2012 11:28:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-19T12:28:23.707+01:00</atom:updated><title>Die BILD in jedem Briefkasten</title><description>Des Deutschen liebste Zeitschrift - die &lt;b&gt;BILD &lt;/b&gt;- möchte angeblich jedem Haushalt eine BILD vor die Tür werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die deutsche Lieblingsprofession - die Juristerei - empfiehlt jedem Haushalt die BILD vorab darüber zu informieren, dass sie keine BILD haben möchte. Und wenn dann doch eine BILD vor der Haustür landet, dann könne man ja die BILD auf Unterlassung verklagen. In Anlehnung an die größten Massenpetitionen, die größten Verfassungsklagen, usw. wird so die größte Unterlassungsklagenwelle vorhergesagt bzw. herbeigewünscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Aktion der BILD noch nichtmal bestätigt ist - interessiert keine Sau.&lt;br /&gt;Dass jedes &lt;i&gt;"Ich will die BILD nicht"&lt;/i&gt;-Schreiben der BILD deine Adressdaten frei Haus liefert - geschenkt. Die BILD steht nämlich für Integrität und Zuverlässigkeit, und würde (bestätigte) Adressdaten niemals weiterverkaufen.&lt;br /&gt;Und im besten Falle (Schreiben versandt, kein Adressdatenhandel, Einwurf der BILD) erwirbt man dann &lt;b&gt;endlich &lt;/b&gt;die Möglichkeit auf Unterlassung zu klagen. Hurra.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr wisst schon, dass mit so einer Klage Kosten verbunden sind? Die vom Kläger erstmal vorzuschießen sind? Und dass eben nicht garantiert ist, dass ihr die am Ende auch wieder vollständig erstattet bekommt? Schön, wenn ihr eine Rechtsschutzversicherung habt, die dann die Kosten trägt. Eventuell. Denn auch eine Rechtsschutzversicherung wird wenig Eigeninteresse daran haben, hier einen Rettungsschirm zu finanzieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn nichts anderes ist das hier: Ein Rettungsschirm für die notleidende Juristenprofession. Die einzigen, die daran verdienen sind die Anwälte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kleinspießbürger freut sich, es &lt;i&gt;'der BILD'&lt;/i&gt; reinwürgen zu können. Er übersieht aber, dass es für die BILD keinen Unterschied macht. (Die BILD hat ja &lt;i&gt;sooo&lt;/i&gt; viel Angst vor Klagen, weshalb sie immer nur ganz vorsichtig publiziert) Die Gerichte werden geDoSt. Der Anwalt schreibt Schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aktion selbst? Voller Erfolg. Ohne auch nur eine einzige BILD irgendwo einzuwerfen, geschweige denn zu drucken, ist es aktuell nicht mehr möglich Twitter oder Blogs aufzumachen, ohne von der BILD zu lesen. Ich bin keinen Deut besser: Wer bis hierhin gelesen hat, stolperte 16 Mal über den Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie hätte man es besser machen können:&lt;/b&gt; Wenn die BILD vor der Tür liegt, sie dem Recycling zuführen. Der Shitstorm wäre von selbst entstanden, und hätte in die richtige Richtung gezeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Stattdessen bleibt alles wie es ist:&lt;/b&gt; Jeder liest irgendwo BILD und jeder tut so als ob er drüber stehen würde - und heimlich macht man eben doch Werbung für sie. Habt ihr toll gemacht, bin stolz auf euch.&lt;br /&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2012/01/die-bild-in-jedem-briefkasten.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>7</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-4827266633167286380</guid><pubDate>Wed, 28 Sep 2011 07:48:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T11:36:34.005+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Politik</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Parteien</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>FDP</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Steuern</category><title>Die Erfolge der FDP</title><description>Angesichts fallender Umfrageergebnisse, sinkender Moral bei den verbliebenen Restwählern und in den eigenen Reihen muss die FDP dringend ihre Leute wieder zusammensammeln und aufbauen. Um das Selbstvertrauen zu stärken, bietet es sich an, eine Halbzeitbilanz der aktuellen Bundesregierung zu ziehen. (Obwohl die Frage, ob man die Halbzeit nicht schon längst überschritten habe, angesichts der Koalitionsstabilität gerechtfertigt ist.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die FDP Bayern verbreitete daher heute frohe Kunde:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="https://twitter.com/#%21/fdpbay/statuses/118948139259527169"&gt;&lt;img src="http://4.bp.blogspot.com/-htm9hEmwgvE/TwlwSC5YnRI/AAAAAAAAATY/K80mR1cSiUE/s600/fdp-1.png" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das schaue ich mir natürlich gerne an. &lt;a href="http://www.fdp-fraktion.de/Halbzeit-FDP-Fraktion-zieht-Bilanz/2665c3442i1p6/index.html"&gt;Ein kurzer Blick in die Halbzeitbilanz,&lt;/a&gt; und ich bleibe auf Seite 7 hängen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-5q0FTZkfaXw/TwlwS7qMqGI/AAAAAAAAATc/JzeMIipM_t0/s1600/fdp-2.png" imageanchor="1"&gt;&lt;img border="0" height="263" src="http://2.bp.blogspot.com/-5q0FTZkfaXw/TwlwS7qMqGI/AAAAAAAAATc/JzeMIipM_t0/s600/fdp-2.png" width="600" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Man liest &lt;i&gt;"haben wir die Neuverschuldung um mehr als 50% gegenüber dem Plan des ehemaligen SPD-Finanzministers Peer Steinbrück reduziert"&lt;/i&gt;. In meinem Kopf bildet sich ein kleines Fragezeichen. Rein sprachlich finde ich die Formulierung "um mehr als 50% reduziert" merkwürdig. Erst auf den zweiten Blick sehe ich &lt;i&gt;"(..) die Neuverschuldung &lt;b&gt;2012&lt;/b&gt; (..)"&lt;/i&gt;. Liebe FDP: Wenn einer der &lt;b&gt;größten&lt;/b&gt; Erfolge (ist schließlich nach &lt;i&gt;"Stabilisierung des Euro"&lt;/i&gt; der zweite Punkt in eurer Broschüre - und wir wissen alle wie gut ihr &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; aktuell hinbekommt) eurer bisherigen Regierungszeit ist, eine hypothetische Prognose, abgegeben vor Eurokrise und Bankenbailout, durch eine andere, noch unrealistischere Prognose zu ersetzen - dann fehlen mir ehrlich gesagt echt die Worte. Dann solltet ihr darüber nachdenken ob ihr die 2% bundesweite Wahlprognose überhaupt verdient habt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hilft nur energisches umblättern. Doch schon auf Seite 9 habt ihr den Kontakt zur Realität vollends verloren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-5U9ObuK2L1g/TwlwTf2p3NI/AAAAAAAAATk/BqfKalcBhjM/s1600/fdp-3.png" imageanchor="1"&gt;&lt;img border="0" height="341" src="http://3.bp.blogspot.com/-5U9ObuK2L1g/TwlwTf2p3NI/AAAAAAAAATk/BqfKalcBhjM/s600/fdp-3.png" width="600" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Hier ist nun alles falsch, was nur falsch sein kann. Ersteinmal stellt ihr zukünftige Ergebnisse bereits als Realität hin. Für 2011, 2012 und 2013 gibt es (wie auch) keine gesicherten Zahlen. Ihr erweckt aber dank Überschrift und Legende der Statistik sowie im Fließtext den Anschein, dass hier nicht zwei Prognosen miteinander konkurrieren, sondern ihr in der die Realität irgendetwas erreicht habt. Im Text schreibt ihr sogar &lt;i&gt;"Die Neuverschuldung haben wir (..) halbiert"&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn in der Statistik schon so viel hingeschummelt ist, dann möchte man es doch auch genauer wissen. Zufällig gibt es im Internet auch &lt;a href="http://www.staatsverschuldung.de/"&gt;Informationen&lt;/a&gt; über die tatsächliche Staatsneuverschuldung 2010. Insbesondere aus einer &lt;a href="http://staatsverschuldung.de/destatis2011-02-21.pdf"&gt;Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes&lt;/a&gt; geht aus dem 3. Absatz hervor: &lt;i&gt;"Beim Bund erhöhten sich die Schulden am 31. Dezember 2010 gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 21,9% (&lt;b&gt;+ 230,3 Milliarden Euro&lt;/b&gt;) auf rund 1 284,1 Milliarden Euro."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich darf dann mal eure Broschüre korrigieren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-frCdAzj4QNo/TwlwT_t3F_I/AAAAAAAAATs/AVVdweLPMJo/s1600/fdp-4.png" imageanchor="1"&gt;&lt;img border="0" height="418" src="http://4.bp.blogspot.com/-frCdAzj4QNo/TwlwT_t3F_I/AAAAAAAAATs/AVVdweLPMJo/s600/fdp-4.png" width="600" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Herzlichen Glückwunsch, liebe FDP.&lt;/b&gt; Ihr habt nicht nur erfundene Zahlen beschönigt, sondern auch bestehende Zahlen &lt;b&gt;gefälscht&lt;/b&gt;. Ob es euch hilft, euch irgendwelche Erfolge selbst vorzulügen, sei dahingestellt. Ich wünsche euch für die Zukunft viel Glück, und für die nächsten Bundestagswahlen bekommt ihr hoffentlich so wenige Stimmen, dass ihr aus der Parteienfinanzierung rausfallt. Denn &lt;b&gt;Geld kann man euch nicht anvertrauen&lt;/b&gt;.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/09/die-erfolge-der-fdp_43.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-htm9hEmwgvE/TwlwSC5YnRI/AAAAAAAAATY/K80mR1cSiUE/s72-c/fdp-1.png' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-4870946270422423993</guid><pubDate>Sat, 24 Sep 2011 14:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T11:15:10.494+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Gerichtsurteil</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Ethik</category><title>Zum Ethikurteil</title><description>Der &lt;a href="http://hpd.de/node/12175" rel="nofollow"&gt;Humanistische Pressedienst schreibt zu einem Urteil des VG Freiburg&lt;/a&gt;, und Twitter schreit Zeter und Mordio. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;h3&gt;Was ist passiert?&lt;/h3&gt;An einer Freiburger  Grundschule forderte eine Mutter die Einrichtung eines Ethikunterrichts  für ihre zwei Söhne. Am Religionsunterricht nahmen die Kinder nicht  teil. Zeitweise war eine Philosophie-AG an der Schule eingerichtet  worden, für den die Eltern der Teilnehmer einen Betrag von 120 Euro pro  Schuljahr bezahlen mussten. Die Klägerin war der Auffassung, dass für  einen Ethikunterricht zur ethisch-moralischen Bildung ihrer Kinder ein  verfassungsrechtlicher Anspruch existiert. Dieser müsste im Verhältnis  zum Religionsunterricht in gleichberechtigter Weise für Kinder  konfessionsfreier Eltern gewährleistet werden, damit die Heranwachsenden  pädagogisch nicht benachteiligt werden. Das Ministerium lehnte die  Forderung ab. Mitte April wurde dagegen Klage beim Verwaltungsgericht  Freiburg eingereicht, die vor selbigen nun abgelehnt wurde. (Quelle:&amp;nbsp;&lt;a href="http://hpd.de/node/12175" rel="nofollow"&gt;hpd&lt;/a&gt;, ergänzt, umformuliert &amp;amp; gekürzt) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Und warum geht die Welt jetzt nicht unter?&lt;/h3&gt; Zunächst:  Die Klage basiert, soweit erkennbar, auf verfassungsrechtlichen  Ansprüchen. Die ja so oft zitierten Grundrechte sind aber primär  Abwehrrechte gegen den Staat, und keine Anspruchsgrundlagen gegen den  Staat. Der &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_5.html" rel="nofollow"&gt;Art 5 I 1 GG&lt;/a&gt; sagt z.B. dass du deine Meinung äussern darfst, aber: &lt;blockquote style="border: none; margin: 0 0 0 40px; padding: 0px;"&gt;&lt;span style="font-style:italic"&gt;Allerdings sind hier von  allem Anfang an einige fundamentale Einschränkungen zu machen: Art. 5 I  Satz 1 gewährleistet zwar das Recht, „sich hören zu lassen“, d.h. er  verhindert es, daß der Staat den seine Meinung äußernden Einzelnen von  seinem Auditorium abschneidet, aber er gibt diesem Einzelnen nicht etwa  ein Recht darauf, von jedermann oder auch nur von bestimmten  Einzelpersonen gehört zu werden. (..)&amp;nbsp;Der Staat ist durch Art. 5 I Satz 1  auch nicht verpflichtet, demjenigen, der sich hören lassen will, ein  Auditorium zu schaffen; insoweit ist Art. 5 I Satz 1 ein bloßes  Abwehrrecht im klassischen Sinne.&lt;/span&gt; -- Maunz/Dürig, GG 62.EL, Art 5 Rn 60f &lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt; Es ist nicht unmöglich auf  Basis der Verfassung&amp;nbsp;Anspruchsgrundlagen&amp;nbsp;zu formulieren, aber es ist  auch nicht so einfach. Aus gutem Grund. Einer der möglichen Anspruchsgrundlagen ist, wie hier auch angeführt, zum Beispiel &lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html" rel="nofollow"&gt;Art 3 GG&lt;/a&gt;, der Gleichberechtigungsgrundsatz. Dazu  bräuchte man eine ungerechtfertigte Benachteiligung, z.B. fehlenden  Zugang zu der ethisch-moralischen Bildung innerhalb des  Religionsunterrichts, dessen Besuch ja mit einem unzulässigen Eingriff  in die Religionsfreiheit verbunden wäre. Insoweit stimmt die Logik der  Klägerin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was stellt jetzt aber das Gericht fest?&lt;br /&gt;&lt;blockquote style="border: none; margin: 0 0 0 40px; padding: 0px;"&gt;&lt;span style="font-style: italic"&gt;Vorher werde, so meinten die  Richter, die „moralisch-ethische Orientierung fächerübergreifend  geleistet“ und sie verwiesen unter anderem auf den Geschichts-,  Biologie- und Deutschunterricht. „Hinzu kommt, dass ethische Werte und  Grundsätze auch im Rahmen des sozialen Miteinanders innerhalb des  Klassenverbands vermittelt werden.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;„Gegenstand  des Religionsunterrichts ist der Bekenntnisinhalt, nämlich die  Glaubenssätze der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Diese als bestehende  Wahrheiten zu vermitteln, ist seine Aufgabe.“ Für  Erziehungsberechtigte, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, sei  daraus kein Anspruch auf einen Ethikuntericht für ihre die Grundschule  besuchenden Kinder geltend zu machen.&lt;/span&gt; (Quelle:&amp;nbsp;&lt;a href="http://hpd.de/node/12175" rel="nofollow"&gt;hpd&lt;/a&gt;, gekürzt)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Das Gericht sagt euch also&amp;nbsp;&lt;b&gt;ins Gesicht&lt;/b&gt;, dass der Religionsunterricht &lt;b&gt;kein relevanter&lt;/b&gt; Teil der ethisch-moralischen Bildung in der Schule ist. Stattdessen geht es um die Vermittlung der &lt;b&gt;Glaubenssätze als Wahrheit&lt;/b&gt;. Und Humanisten regen sich jetzt über diese Erkenntnis auf? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr habt jetzt von einem Gericht gehört, dass der Religionsunterricht ethisch-moralisch irrelevant ist. &lt;b&gt;Was bitte wollt ihr mehr?&lt;/b&gt; Wenn  der Religionsunterricht kein relevanter Teil der ethisch-moralischen  Bildung ist, dann gibt es auch keinen fehlenden Zugang zur  ethisch-moralischen Bildung, keine Ungleichbehandlung und damit  natürlich auch keine Anspruchsgrundlage.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Wenn  ihr jetzt aus dem nicht-hingehen zum Religionsunterricht aus  nicht-religiösen Gründen ein Recht auf einen Alternativunterricht  herausklagen wollt: &lt;blockquote style="border: none; margin: 0 0 0 40px; padding: 0px;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Guten  Tag mein lieber VGH Bawü. Meine Söhne dürfen aus nicht-religiösen  Gründen nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Aber damit werden sie  von ihrem Recht beschnitten, eine ethisch-moralische Ausbildung zu  erhalten. Der restliche Unterricht ist ganz niedlich, aber er enthält ja  diese Wertvorstellungen nicht, deshalb haben meine Söhne Anrecht auf  einen Ethikunterricht, der die korrekten Lehrinhalte enthält.&lt;/span&gt; (Quelle:  Folgeklage am VGH) &lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt; Dann seid euch bitte im Klaren, dass als nächstes der&amp;nbsp;nette Herr Kreationist ums Eck biegt, und sagt: &lt;blockquote style="border: none; margin: 0 0 0 40px; padding: 0px;"&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Guten  Tag mein liebes VG Freiburg. Mein Sohn darf aus religiösen Gründen  nicht am Biologieunterricht teilnehmen. Aber damit wird er von seinem  Recht beschnitten, zu erfahren, dass Gott vor 6000 Jahren die ganzen  Fossilien in der Erde versteckt hat, um die heutigen Biologen zu foppen.  Der Religionsunterricht ist ganz niedlich, aber er enthält ja diese  Wertvorstellungen nicht, deshalb hat mein Sohn Anrecht auf einen  Kreationismusunterricht, der die korrekte biologische Lehre vertritt.  Und übrigens gibts da dieses Urteil vom VGH, ... &lt;/span&gt; (Quelle: Netter  Kreationist) &lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;"Das VG sagt der Religionsunterricht ist verfassungsrechtlich privilegiert. WTF?"&lt;/i&gt; (Quelle: Twitter)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja.  Und da hat es recht. Das ist eine reine faktische Aussage. Und da kann  auch der VGH nichts dran reißen. Und das BVerfG genausowenig. Wenn dich  das ankäst, dann musst du nicht über Gerichte lästern, sondern das  Grundgesetz ändern. Ich empfehle vor der Ausarbeitung eines  entsprechenden Programmvorschlags für deine Lieblingspartei die Lektüre  eines einschlägigen Grundgesetzkommentars zu &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/GG/7.html" rel="nofollow"&gt;Artikel 7&lt;/a&gt;.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/09/zum-ethikurteil.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-1250411356133705464</guid><pubDate>Thu, 14 Jul 2011 15:41:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-12-16T14:14:54.437+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Plagiat</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Oxford</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Chatzimarkakis</category><title>Antwort der Universität</title><description>Ich denke das kann man nahezu unkommentiert stehen lassen. Aus dem E-Mail-Header schließe ich dass sich insgesamt 7 Studenten bei der Uni gemeldet haben.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;Dear all,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Many thanks for your recent communication over Jorgo Chatzimarkis and his comments on Anne Will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;We have looked at the coverage and also sought advice from the British Council in Germany.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;No German media have come to us directly for a statement and we have concluded that at the present time we do not need to issue one in Germany unless and until asked. This is because&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;a)      It seems clear that his credibility is low&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;b)      A proactive intervention from us may simply draw more attention to the issue&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;c)       Most of the coverage of his Anne Will remarks has included remarks by Oxford students and alumni contradicting his claim about Oxford practices.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Guardian in the UK has phoned about this and I made it clear that Oxford expects its students to follow standard academic practice in quoting sources.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;With thanks and best wishes&lt;br /&gt;Ruth Collier&lt;br /&gt;Head of Press and Information Office&lt;br /&gt;University of Oxford&lt;br /&gt;www.ox.ac.uk/news&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Einziger Kommentar: Die "der ist eh nicht glaubwürdig"-Punchline gefällt mir selbstverständlich. Und dass der Guardian sich das anschaut ebenfalls.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; &lt;a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/jul/14/plagiarism-row-jorgo-chatzimarkakis-germany"&gt;Der Guardian berichtet nun auch.&lt;/a&gt; Wenn auch mit einem nervigen Druckfehler der es morgen wohl auch in die Printausgabe schaffen wird.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/07/antwort-der-universitat_2865.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-1932509146499024049</guid><pubDate>Thu, 14 Jul 2011 10:02:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T11:03:51.239+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Plagiat</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Spiegel</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Chatzimarkakis</category><title>Der Spiegel-Effekt</title><description>Gestern hat Spiegel Online im Artikel &lt;a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,773276,00.html"&gt;Plagiatsfall Chatzimarkakis: Oxford als Ausrede&lt;/a&gt; auf mein Blog verlinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis des gestrigen Tages: Es schauten 4098 Besucher vorbei, davon 3344 mit Referer vom Spiegelartikel. Zum Vergleich: Hintergrundrauschen ist typischerweise so ~80. Am Tag mit dem Artikel in der Flaschenpost waren es 595 Besucher. Es gab viele Kommentare über Kommasetzung, aber niemand hat das eine thematisch verwobene Easteregg in der Kommasetzung entdeckt: Denn im Gegensatz zur Harvard- und Oxford-Zitierweise gibt es ein &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Serial_comma"&gt;Harvard- bzw. Oxford-Komma&lt;/a&gt;. Ja, das gibt es im Deutschen üblicherweise nicht - aber ich bin trotz meiner Rechtschreibrants kein Anhänger der präskriptiven Sprachkultur :p&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Server war ebenfalls nicht beeindruckt:&lt;br /&gt;&lt;img src="http://3.bp.blogspot.com/-ESRweGNDKpw/TwlpohmR6JI/AAAAAAAAATQ/iZ0eHSoadAI/s1600/spiegeleffekt.png"&gt;&lt;br /&gt;Oh, und: Doktor Chatzimarkakis ist nun wieder Herr Chatzimarkakis.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/07/der-spiegel-effekt_4515.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-ESRweGNDKpw/TwlpohmR6JI/AAAAAAAAATQ/iZ0eHSoadAI/s72-c/spiegeleffekt.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-8863570183259736908</guid><pubDate>Wed, 06 Jul 2011 07:22:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-12-16T20:12:26.004+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Plagiat</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Oxford</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Chatzimarkakis</category><title>Dr Chatzimarkakis - Grüße aus Oxford</title><description>&lt;br /&gt;&lt;div style="float: left; margin: 20px;"&gt;&lt;a href="/images/nctower.jpg"&gt;&lt;img src="/images/nctower300.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;small&gt;"Stadt der Kopierer" - Markus Gerstel - &lt;a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/3.0/"&gt;CC BY-NC 3.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte es kaum glauben als ich am Montag morgen gewohnheitsmäßig durch die News klickte. Da erzählte doch scheinbar tatsächlich am Vorabend ein Mitglied des Europäischen Parlaments &lt;a href="http://www.welt.de/fernsehen/article13465951/Chatzimarkakis-Oxford-Methode-oder-Wissensklau.html"&gt;was er so an der Universität Oxford gelernt hat:&lt;/a&gt; Nämlich dass es dort völlig normal sei die Formulierungen von anderen Leuten wortwörtlich zu übernehmen oder auch ein wenig umzuformulieren, Quelle dran, passt schon. Diese Zitatweise nennt man "intertextualisieren". Dass damit nicht mehr erkennbar ist, welcher Teil der Arbeit von wem entstanden ist, oder wessen Gedanken man eigentlich gerade als Leser so vor sich hat - das ist niederer Detailkram, mit dem sich eine Eliteuniversität wie Oxford selbstverständlich nicht beschäftigen muss. Das macht man vielleicht so in Bayreuth, aber nicht in Bonn, und schon gar nicht in Oxford.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="float: right; margin: 20px;"&gt;&lt;a href="/images/uniregs.jpg"&gt;&lt;img src="/images/uniregsthumb.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;small&gt;"Kleingedrucktes" - Markus Gerstel - &lt;a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/"&gt;CC BY 3.0&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Ich fand diesen Vortrag recht interessant. Mir war das nämlich alles neu. Was ein wenig verwundernswert ist, da ich insgesamt schon zwei Jahre in Oxford verbracht habe und noch ein paar weitere vor mir habe. Ich kann mich zwar vage an diverse Hinweise erinnern, insbesondere gab man uns zu Beginn zwei kleine Büchlein, insgesamt ca 1250 Seiten. Den Abschnitt über Intertextualisierung muss ich wohl übersehen haben. Mein College und mein Department wussten zwar dass Plagiate gar nicht gehen, und schicken auch regelmäßig entsprechende Rundmails, aber die 'Intertextualisierung' kannten sie nicht. Also habe ich meinen Research Supervisor gefragt. Doch auch sie hatte offensichtlich von Oxford keine Ahnung, denn mit 'Intertextualisierung' wusste auch sie nichts anzufangen. Gut, sie lehrt dort auch erst seit wenigen Jahrzehnten. Witzigerweise hatten alle von mir gefragten Leute die Richtlinien genau gegenteilig im Kopf: Sie dachten, dass man selbst mit Quellennachweis nicht fremde Texte zu eigenen Texten umschreiben darf. Sondern dass Zitate auszuweisen &lt;b&gt;und&lt;/b&gt; kenntlich zu machen sind. Und sie dachten die Universität habe das auch &lt;a href="http://www.admin.ox.ac.uk/proctors/info/pam/section9/#d.en.40062"&gt;in ihren Richtlinien&lt;/a&gt; stehen. (Oder &lt;a href="http://www.admin.ox.ac.uk/ps/staff/codes/air.shtml"&gt;hier weitergehend&lt;/a&gt;, oder &lt;a href="http://www.admin.ox.ac.uk/edc/goodpractice/about/#d.en.40185"&gt;dort ausführlich&lt;/a&gt;,...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Doktor Chatzimarkakis weiß es besser. Er war seinem Lebenslauf zufolge tatsächlich in Oxford. Es bleibt sein Geheimnis, warum er nun zu der Notlüge greift er habe seine Nachlässigkeit in Oxford gelernt, und deshalb seien anschließend seine Noten abgestürzt. Kein Geheimnis hingegen ist: Wer meint Dreck auf den Namen meiner Uni werfen zu müssen, muss potentiell mit einem Echo rechnen. Das können sich die nächsten &lt;a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home"&gt;VroniPlag&lt;/a&gt;-Persönlichkeiten gleich aufnotieren: &lt;b&gt;An &lt;i&gt;jeder&lt;/i&gt; größeren Uni in &lt;i&gt;jedem&lt;/i&gt; Land sind deutsche Studenten unterwegs, die es nicht lustig finden wenn man deren Uni schlechtredet.&lt;/b&gt; Auch wenn's 'nur regional' in einer Talkshow im deutschen Fernsehen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch weniger lustig ist es wenn derjenige der solche Sachen behauptet im EU-Parlamentsausschuss für Industrie, Forschung und Energie sitzt. Zwar nur als Stellvertreter, aber im Ausschuss ist ja - dank Frau Koch-Mehrin - gerade ein Platz freigeworden. Daher hielt ich es für notwendig die Uni zu informieren. Bevor ich meinen Brief einwurffertig hatte, fand ich &lt;a href="http://www.openpetition.de/petition/online/offener-brief-zur-causa-jorgo-chatzimarkakis"&gt;einen von Jan Rosenow verfassten offenen Brief an Dr Rösler. (bitte mitzeichnen!)&lt;/a&gt; Unsere Briefe sind unabhängig voneinander entstanden. Ich habe mich gestern mit Jan getroffen. Und herausgefunden dass wir uns schon kennen (jetzt auch mit Namen), und am selben College sind. Die Chancen stehen also gut dass noch weitere deutsche Studenten hier sauer auf die neuerlichen Ergüsse des Dr Chatzimarkakis sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun viel Spaß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="/images/OxfordChatzimarkakis.pdf" style="padding-top: 1em;"&gt;&lt;img src="/images/PDF.png" style="float: left; margin-right: 1.5em;"&gt; &lt;b style="display: block; padding-top: 12px;"&gt;Letter to the University of Oxford and &lt;br/&gt; St Antony's College regarding Dr Chatzimarkakis&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br /&gt;Weitere Infos und Hintergründe auf &lt;a href="http://deplagio.wordpress.com/"&gt;De Plagio&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://copy-shake-paste.blogspot.com/"&gt;Copy, Shake, and Paste&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Home"&gt;VroniPlag&lt;/a&gt; und selbstverständlich, als Standardwerk auf diesem Gebiet, &lt;a href="http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki"&gt;GuttenPlag&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; Mittlerweile ist Dr Chatzimarkakis &lt;a href="http://flaschenpost.piratenpartei.de/2011/07/06/das-habe-ich-in-oxford-so-gelernt/"&gt;&lt;b&gt;nicht mehr&lt;/b&gt; Mitglied im EU-Parlamentsausschuss&lt;/a&gt; für Industrie, Forschung und Energie.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/07/dr-chatzimarkakis-grue-aus-oxford_4833.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>37</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-6174094301816790839</guid><pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:42:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T10:58:56.067+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><title>Parteiaustritt Galore</title><description>Nachdem ich ja bereits einen &lt;a href="http://blog.uxp.de/2011/06/saa078-reform-der-ordnungsmanahmen.html"&gt;§42 (Ehrenmitgliedschaft)&lt;/a&gt; in der Bundessatzung forderte, ist mir heute eine kleine aber notwendige Ergänzung dazu eingefallen:&lt;br&gt;&lt;blockquote&gt;(3) Die Ehrenmitgliedschaft erhält automatisch,&lt;br&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Wer aus einem Amt &lt;a href="http://www.politicool.de/2010/05/viel-gluck-piraten.html"&gt;gleichzeitig zurück- und austritt&lt;/a&gt; (&lt;a href="http://uxp.de/node/11"&gt;2 &amp;amp; 3&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer seinen Austritt mit einem mindestens &lt;a href="http://piraten.flamefestival.de/mail2.txt"&gt;10-seitigen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://piraten.flamefestival.de/mail1.txt"&gt;Pamphlet &lt;/a&gt;untermauert (&lt;a href="http://download.bhv-online.de/ruecktrittserklaerung.pdf"&gt;2&lt;/a&gt;)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer nur zurücktritt, später heimlich austritt, aber anschließend &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hy0CH0c5oYs"&gt;für seinen "Rechenschaftsbericht" noch einmal groß zurückkommt um die Plattform zu nutzen und deftig aber inhaltsfrei in alle Richtungen herumzukreien&lt;/a&gt;.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer seinen Austritt mit einer witzlosen &lt;a href="http://twitpic.com/5f61kh"&gt;Versicherung an Eides statt&lt;/a&gt; versieht, die nicht einen Sachverhalt, sondern die Absicht beweisen soll, niemals wieder einzutreten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer der Partei mittels &lt;a href="http://ef-magazin.de/2011/06/20/3045-piratenpartei-die-katze-ist-endlich-aus-dem-sack"&gt;eines gestellten Pseudointerviews&lt;/a&gt; nachweisen will dass sie wesentlich weniger Mann ist, als man selbst. Aber das in einem dermaßen weinerlichen Heulsusenton macht, der die eigene Mannhaftigkeit nachhaltig entmannt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wer in sonstiger Art und Weise seine Lächerlichkeit in einem der Ehrenmitgliedschaft würdigen Weise zur Schau stellt. Die Ehrenmitgliedschaft kann in diesem Fall vom Vorstand oder vom Bundesschiedsgericht zugesprochen werden.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/blockquote&gt;</description><link>http://blog.uxp.de/2011/06/parteiaustritt-galore_5257.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-3304940561012345988</guid><pubDate>Wed, 22 Jun 2011 12:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T10:56:28.590+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Satzung</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Schiedsgericht</category><title>SÄA078 - Reform der Ordnungsmaßnahmen</title><description>§6 Absatz 1 der Bundessatzung wird wie folgt neugefasst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verstößt  ein Pirat gegen die Satzung oder gegen Grundsätze oder Ordnung  der Piratenpartei Deutschland und fügt ihr damit Schaden zu, so können  folgende Ordnungsmaßnahmen verhängt werden: Böser Blick, Mündliche  Verwarnung ("Dudu"), wiederholte mündliche Verwarnung ("Dududu") und  verschärfte wiederholte mündliche Verwarnung ("Dududu!" mit erhobenem  Zeigefinger). Ebenfalls möglich sind die symbolischen Ordnungsmaßnahmen  Taschengeldentzug, Enthebung von einem Parteiamt, Aberkennung der  Fähigkeit ein Parteiamt  zu bekleiden, Ausschluss aus der Piratenpartei Deutschland - diese  entfalten jedoch nur dann, und nur solange Wirkung, wie der betroffene  Pirat nicht ernstzunehmend widerspricht, oder solange ein entsprechendes  Verfahren vor einem Schiedsgericht verzögert werden kann. Bei erfolgtem  Taschengeldentzug ist spätestens 14 Tage nach Ausspruch der  Ordnungsmaßnahme das entzogene Taschengeld samt Zinsen  zurückzuerstatten. Alle Ordnungsmaßnahmen sind rückwirkend  zurückzunehmen, wenn der betroffene Pirat ernsthaft erwägt vor einem  ordentlichen Gericht zu klagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Desweiteren wird §42 in die Bundessatzung eingefügt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;§42 Ehrenmitgliedschaft&lt;br /&gt;(1)  Verfahren vor Schiedsgerichten sind für Ehrenmitglieder kostenlos. Sie  haben gegenüber der Partei Anspruch auf Kostenbeihilfe für  Rechtsstreitigkeiten aller Art.&lt;br /&gt;(2) Harry ist Ehrenmitglied auf Lebenszeit.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/06/saa078-reform-der-ordnungsmanahmen.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-285891893666071320</guid><pubDate>Sat, 04 Jun 2011 14:00:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T11:26:10.850+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Rechtschreibung</category><title>Warum ist mir Rechtschreibung wichtig - und warum sollte sie dir auch wichtig sein</title><description>Warum  bin ich manchmal ein Grammarnazi, warum bin ich manchmal ein  Ortographienazi? Warum bestehe ich auf Groß-/Kleinschreibung? Warum  korrigiere ich manchmal andere Leute? Warum kann ich harmlose  Verwechslungen wie tot/tod, dass/das, ein/nen nicht ausstehen? Warum  routiert bei mir das Rückrad wenn ich Standart lese?&lt;br /&gt;&lt;div style="margin: 20px 0 20px 40px;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;i&gt;"Wieso? Er steht dazu linksliberaler Fundamentalist zu sein und nutzt wie die RAF damals nur kleinbuchstaben :-D"&lt;/i&gt;&lt;/span&gt; - &lt;a href="http://twitter.com/Laberlohe/statuses/77110854738386944" rel="nofollow"&gt;@Laberlohe&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;Fehlkonzeption:&lt;/b&gt; Die Rechtschreibung ist das System. Das System muss bekämpft werden.  Kleinschreibung ist gelebter Widerstand. Ausserdem hebe ich mich von der  Masse ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rechtschreibung ist eine Konvention. Konventionen sind gut.  Konvention heißt dass man weiß woran man ist. Zur Kommunikation sind  Konventionen unabdingbar. Die Rechtschreibung ist keine fixe Konvention.  Rechtschreibung ändert sich. Sprache ändert sich. Rechtschreibung ist  weit flexibler und fließender als beispielsweise die Konvention wie ein  TCP-Paket auszusehen hat. Natürlich kannst du auch bei sämtlichen  TCP-Paketen die dein Rechner so ins Internet versendet die Checksummen  auf deine Art und Weise berechnen, oder ganz weglassen. Allerdings muss  du damit leben wenn du dann eben mal keine Antwort bekommst, und von  'dem System' teilweise ausgegrenzt wirst, weil dich keiner mehr  ernstnimmt. Und wenn für dich gelebter Widerstand darin besteht  unverständlich zu kommunizieren - dann solltest du dir sowieso Hilfe  suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fehlkonzeption:&lt;/b&gt; Rechtschreibung kann mit Fehlern umgehen. Trotzdem versteht doch jeder was ich sage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Korrekt. Nur leider ist das genauso sinnvoll wie ein RAID-1 mit nur einer Platte zu betreiben. Hey, es funktioniert auch.&lt;br /&gt;Und  bei der Kommunikation kannst du tatsächlich darauf zählen dass dich  weiterhin fast alle verstehen können. Allerdings kostet dies. Denn du  verschiebst innerhalb der Kommunikation den Kommunikationsaufwand von  dir als Sender an den Leser als Empfänger. Dieser kann nun nicht mehr so  schnell über den Text lesen, wie er es gewohnt ist,  daersichdiewörterdieduverwendesterstselbstzusammenbauenmussunddamiterheblichmehrenergie  aufwenden muss um zu verstehen was du ihm sagen willst. Dies kann zwar  gut gehen, aber du verlierst die Leute schneller und früher. Das ist wie  eine Vorlesung die von einer Schlaftablette gehalten wird: Es mag  teilweise funktionieren, aber effizient ist es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fehlkonzeption:&lt;/b&gt; Wichtig ist doch was ich sage, und nicht wie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Präsentationen ist das spätestens seit Albert Mehrabian &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Mehrabian" rel="nofollow"&gt;widerlegt&lt;/a&gt;.  Für geschriebene Texte gilt etwas ähnliches: Wenn schon auf den ersten  Blick klar ist, dass sich der Bewerber bei seiner Bewerbung keine Mühe  gegeben hat, weil er einen Schuhkarton mit losen Blättern eingereicht  hat - dann werde ich mir das gar nicht erst ansehen. Form kommuniziert  auch Wertschätzung. Ist mir mein Gegenüber egal, so kann ich das durch  meine Form wunderschön übermitteln. Das muss bei keiner der beiden  Kommunikationspartner bewusst passieren. Ich würde jede Wette eingehen  dass zum Beispiel Deutschschulaufgaben in Schönschrift bei gleichem  Inhalt im Mittel eine bessere Bewertung bekommen als solche wie ich sie  immer hingeschmiert habe. Wenn du also Wert darauf legst von deinen  Lesern nicht für voll genommen zu werden, dann schreibe bitte alles  klein. Works for me. Gleiches gilt übrigens auch für die Wortwahl: Wer  im Guttenbergschen Sinne bei jeder Gelegenheit passende oder unpassende  Fremdwörter aus seinem Vademecum insertiert, oder auf Teufel komm raus  Managerspeak leveraged, den nimmt man -at the end of the day- auch nicht  ernst. Kann man auch gleich alles in 13375p34|&amp;lt; schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt; Ausserdem beleidigst du erstmal grundsätzlich alle Leser, die die deutsche Sprache erst lernen mussten. Du machst es ihnen nicht nur schwerer zu verstehen was du eigentlich willst, sondern gibst ihnen mit jedem Wort auch eine auf den Deckel. Wie auch jedesmal wenn ein Amerikaner &lt;i&gt;'would of'/'should of'&lt;/i&gt; schreibt.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/06/warum-ist-mir-rechtschreibung-wichtig.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>0</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-5436998857136323096</guid><pubDate>Tue, 17 May 2011 22:52:00 +0000</pubDate><atom:updated>2011-12-16T14:02:58.384+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesschiedsgericht</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesvorstand</category><title>Interessenskonflikte</title><description>Am 14. und 15. Mai 2011 war der Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland in Heidenheim. Für mich waren diese beiden Tage in mehrerlei Hinsicht sehr relevant:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die für die &lt;a href=”http://wiki.piratenpartei.de/Antragsportal/Antr%C3%A4ge_BPT2011.1/S%C3%84A073”&gt;Reformierung der Schiedsgerichtsordnung&lt;/a&gt; gestimmt haben, und so bewiesen haben dass es auch heute in der Partei noch möglich ist umfangreiche Texte zu beschließen und &lt;a href=”http://uxp.de/node/21”&gt;komplexe Projekte&lt;/a&gt; zu verwirklichen. Ich danke allen die an der Formulierung mitgewirkt haben, die Ideen und Anregungen geliefert haben, und die mittels Abstimmungen ihre Meinungen dazu kundgetan haben. Und auch schonmal bei denen, die sich bereit erklärt haben am SGO-Feinschliff bis zum nächsten Parteitag mitwirken zu wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der nachfolgenden Wahl wurde ich dann auch noch zum Bundesschiedsrichter gewählt. Leider bedeutet das für mich, dass ich den ruhigen Posten als Schiedsrichter in Bayern aufgeben muss, um stattdessen ab sofort am stetig stürmischen Oberdeck die Planken zu wienern. Danke also auch dafür. (Ja, dieses ‘Danke’ ist höchst zynisch. Aber nur ein bischen.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag geschah dann etwas für mich unerwartetes: Wir haben es nicht nur geschafft einen vollständigen Vorstand zu wählen, sondern der Bundesparteitag hat auch noch &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundesvorstand"&gt;Gefion als Beisitzerin reingewählt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon bei der Kandidatenbefragung kam dann &lt;a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2011.1/Protokoll-2011-05-15#B50"&gt;laut Protokoll&lt;/a&gt; folgende Frage auf: &lt;i&gt;“Welche Differenzen könnte es zwischen dem BSG und dem BuVo geben, aufgrund der Sache, dass dein Freund im BSG ist?”&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist eine gerechtfertigte Frage. Gefion hat sie auf dem Parteitag verneint, und darauf hingewiesen dass wir zwei verschiedene Personen sind. Ich wurde in Heidenheim nicht dazu befragt - wie auch, meine Wahl war zu dem Zeitpunkt schon erledigt - möchte aber dazu Stellung nehmen, in der Hoffnung dann das Thema in der kommenden Amtsperiode nicht mehr aufgreifen zu müssen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns nach Heidenheim über das Thema unterhalten, sind uns der Problematik bewusst und sind über unseren Umgang damit einig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;hr&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Stellungnahme bezüglich möglicher Interessenskonflikte Bundesschiedsgericht-Bundesvorstand&lt;/h3&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;1. Vertraulichkeit von Fallinterna&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Auch nach der neuen Schiedsgerichtsordnung haben Richter während eines Verfahrens ihre Arbeit außerhalb des Richtergremiums nicht zu kommentieren. Ich sehe keinen Anlass hiervon Ausnahmen zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder etwas flapsiger gesprochen: Bisher haben wir es geschafft uns in unseren Gesprächen auch über nicht-Piratenthemen zu unterhalten, und ich hoffe das auch in Zukunft so beibehalten zu können. Wenn ich die Telefonaktivitäten nach dem BPT als Richtwert auffassen darf, werde ich vermutlich in Zukunft eh Termine machen müssen um überhaupt noch mit ihr zu sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;2. Befangenheit&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Ich werde keine Probleme damit haben nach Sachlage und ohne Ansehen der Person die Verfahren zu führen und Urteile zu verfassen. Könnte ich das nicht, wäre ich nicht zur Wahl angetreten. Hätte ich ernsthafte Bedenken dass Gefion im Bundesvorstand irgendetwas daran ändern würde, wäre ich noch am Parteitag nach Gefions Wahl zurückgetreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann zwar verstehen wenn man meine Befangenheit befürchtet, erbitte mir jedoch die Gelegenheit mich zu beweisen. Nach der SGO kann vor dem BSG jede Streitpartei meine Ablehnung wegen Befangenheit beantragen. Die Entscheidung ob Befangenheit vorliegt, fällt dann das Bundesschiedsgericht ohne mich (§5 Abs 5 SGO). Ich habe in der konstituierenden Telefonkonferenz heute meine Kollegen eingehend informiert, und sie sehen (einstimmig) in der aktuellen Situation kein Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;3. Verbandelung des Bundesvorstands und des Bundesschiedsgerichts&lt;/h3&gt;&lt;br /&gt;Mein Idealismus verlangt dass die Bundesorgane ähnlich sauber getrennt bleiben müssen, wie Exekutive und Iudikative in der Staatstheorie. Sollte ich diese Trennung in Gefahr sehen, oder mich nicht mehr in der Lage sehen objektiv urteilen zu können, werde ich mich aus dem konkreten Verfahren zurückziehen oder gegebenenfalls auch mein Amt niederlegen. (§5 Abs 2, §5 Abs 1 SGO)&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eine Verfahrensbeeinflussung von außen - egal ob durch den Bundesvorstand oder durch andere - werde ich in keinem Fall zulassen!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine saubere Trennung heißt jedoch nicht strikte Funkstille. Gerade in der letzten Amtsperiode hatten die beiden Bundesorgane untereinander manchmal deutliche Kommunikationsschwierigkeiten. Von daher sehe ich in der aktuellen Konstellation auch eine Chance das Verhältnis zwischen den Bundesorganen wieder zu reparieren, damit sie sich einander wieder mit dem gebührenden Respekt begegnen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin mir sicher dass ich sowohl für Gefion als auch für mich sprechen kann, wenn ich sage dass wir beide in unseren Tätigkeiten für Transparenz einstehen. Im Vorstand ist klar wie das aussehen kann, für das Schiedsgericht zeigen meine Formulierungen z.B. in &lt;a href=”http://wiki.piratenpartei.de/Antragsportal/Antr%C3%A4ge_BPT2011.1/S%C3%84A030”&gt;SÄA030&lt;/a&gt; wie ich mir dort Transparenz vorstelle. Jede Transparenz hat allerdings Grenzen. In diesem Fall endet die Transparenz an der Grenze zwischen Pirat- und Privatsphäre. Eine Einmischung in mein Privatleben werde ich mir von keinem Parteiorgan oder -mitglied gefallen lassen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;hr&gt;&lt;br&gt;Und wer mir nun einen Kuschelkurs gegenüber dem BuVo unterstellen will: Gegenseitiger Respekt heißt nicht Kuschelkurs. Das Leben ist kein Ponyhof, und das BSG kein Streichelzoo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit mir schon gleich gar nicht.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/05/interessenskonflikte_7729.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>1</thr:total></item><item><guid isPermaLink='false'>tag:blogger.com,1999:blog-5225206425483542600.post-4699251200401707763</guid><pubDate>Thu, 05 May 2011 17:59:00 +0000</pubDate><atom:updated>2012-01-08T10:51:45.590+01:00</atom:updated><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>NotInventedHere</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Liquidizer</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Piraten</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Liquid Feedback</category><category domain='http://www.blogger.com/atom/ns#'>Bundesparteitag</category><title>Liquid #Liquidizer - Die Software die von außen kam</title><description>Dieser Blogpost ist eine Antwort auf "&lt;a href="http://demokratiepiraten.blogspot.com/2011/05/gedanken-zum-liquidizer.html"&gt;Gedanken zum Liquidizer&lt;/a&gt;" von Sebastian Jabbusch.&lt;br /&gt;&lt;!--break--&gt;&lt;br /&gt;&lt;br&gt;&lt;hr&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Fehlender Datenschutz: Security by Obscurity&lt;/h3&gt;Schon die Überschrift... Security by Obscurity suggeriert den Eindruck eines Problems. Allerdings ist Security by Obscurity mitnichten ein Problem in der IT Sicherheit, sondern es kommt auf das Gesamtkonzept an.&lt;br /&gt;Jede Passwortabfrage - auch die bei Liquid Feedback - ist per Definition Security by Obscurity. Wieso soll das nun bei den einen ein Problem sein, und beim anderen nicht? Weil man das Passwort (also den Code in der Mail) nicht ändern kann? Im Gegenzug expired das Passwort ja auch in weniger als 10 Tagen. Darauf jetzt die Riesensicherheitslücke aufzuhängen ist populistisch. Zeig mir einen 0-day-exploit und ich könnte dir glauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass die Accounts Benutzern zuordenbar sind ist doch nun nicht die große Neuigkeit. Das ist bei LQFB genauso. vgl &lt;a href="http://uxp.de/12"&gt;http://uxp.de/12&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nun war man beim Liquidizer ehrlich, und hat auf die Verschaukelungsschicht - tschuldigung, Obscurityschicht - Clearingstelle verzichtet. Du siehst wie Security by Obscurity funktioniert?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Schließlich lassen sich aus meinen Abstimmungen durchaus einige politische Aussagen ablesen."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Schade, daraus schließe ich dass du am #bpt11 nicht anwesend sein wirst, denn aus den dortigen Abstimmungen mit deiner Stimmkarte werden sich politische Aussagen ablesen lassen. Was war der letzte Satzungs- und Programmantrag der geheim abgestimmt wurde? Gabs niemals? Oh. Sowas auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Vorgeschobene Datenschutzdebatte. Irrelevant.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Fehlende Transparenz: Der perfekte Wahlcomputer&lt;/h3&gt;Schon die Überschrift... Der Begriff Wahlcomputer suggeriert es geht um Wahlen. Tatsächlich geht es nicht um Wahlen, es geht nichteinmal um Beschlüsse. Es geht um einen Vorschlag zur Tagesordnung für den Bundesparteitag.&lt;br /&gt;Genau die gleiche Debatte, nur mit umgekehrten Vorzeichen und Teamfarben wurde bei Liquid Feedback zur Parteitagsvorbereitung auch geführt. Team Rot schrie &lt;i&gt;Wahlcomputer&lt;/i&gt;, Team Blau schrie &lt;i&gt;Es gibt keine Wahlen&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;Ich war übrigens bei Team Blau. Vgl &lt;a href="http://uxp.de/17"&gt;http://uxp.de/17&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und ich bin heute noch bei Team Blau. Es gibt im Liquidizer keine Wahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;An der Stelle:&lt;/b&gt; Hallo an @beapirate :) &lt;a href="http://twitter.com/#!/beapirate/status/66153539415719936"&gt;Viel Spaß diesmal im anderen Team&lt;/a&gt;. [&lt;b&gt;&lt;i&gt;Nachtrag:&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; Wir waren nämlich &lt;a href="http://www.google.co.uk/search?q=beapirate+%22%23lqfb+ist+kein+Wahlcomputer%22&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t"&gt;früher mal im selben Team&lt;/a&gt;.]&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Niemand außer der Administrator kann im Liquidizer einsehen, wie die Nutzer jeweils abgestimmt haben.&lt;/h3&gt;Falsch. Ein Klick auf den Antrag ergibt die Liste wer zu dem Antrag abgestimmt hat. Zustimmung, Ignorieren, Ablehnung, Delegation ist sichtbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Ob sich die anderen Nutzer mit +/-1, +/-2 oder +/-3 auf die Abstimmungen Einfluss nahmen, wissen die Nutzer nicht."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Doch. Beispiel?&lt;br /&gt;&lt;a href="https://liquid-bpt.piratenpartei-bayern.de/users/653/index.html"&gt;flibble&lt;/a&gt; hat (aktuell) PA003 mit +2, PA002 mit -2, PA067 mit -1 bewertet. Und nein, dazu brauche ich keinen Master in der Mathematik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ausserdem ist das ein Scheinargument, da die genaue Gewichtung des Benutzers nur in Relation zu den anderen Gewichtungen relevant ist, und das ist ja genau erkennbar. Ob ein User alles mit +1,-1 oder alles mit +3,-3 abstimmt ist ja genau irrelevant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Die absurdesten Bruchzahlen sind übrigens (+0,00) und (-0,00). Wer mir die erklären kann, dem geb ich auf dem Parteitag nen Bier aus."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;+0,00 ist eine Zahl x mit 0 &amp;lt; x &amp;lt; 0,005&lt;br /&gt;-0,00 ist eine Zahl x mit -0,005 &amp;lt; x &amp;lt; 0&lt;br /&gt; 0,00 ist eine Zahl x mit x = 0&lt;br /&gt;Diese hochwissenschaftliche Sache nennt sich kaufmännisches Runden.&lt;br /&gt;Davon ab ist das ein Scheinargument, da hier am Userinterface rumkritisiert wird - offensichtlich gibt es also nichts anderes mehr was angreifbar ist. Ich wäre da übrigens vorsichtig, da gerade LQFB auch nicht für seine Usability berühmt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Ergebnis: Niemand - bis auf den Administrator - kann also überprüfen, ob das, was die Software als "Endergebnis" auswirft, stimmt."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Faktisch falsch, alle Werte lassen sich aus der Webseite rausziehen. Was du willst ist eine Dumpfunktion, aber faktisch kommst du schon an alles ran. Nur weil eine Software keine API hat, ist sie noch nicht per se ungeeignet für nicht-API-relevante-Tätigkeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Nichts zu sehen, weitergehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Abstimmungen: One man - one vote ins Quadrat geteilt durch Anzahl aller abgegeben Stimmen (oder so) +/- Delegations-Fu!?!&lt;/h3&gt;Schon die Überschrift... aber es kommt ja dann noch besser:&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Der Liquidizer scheint von seinen Nutzern ein Mathematik-Studium zu verlangen, bevor sie verstehen können, welchen Einfluss ihre Stimmen haben."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kannst du mir in zwei Sätzen erklären wie in LQFB die Auszählung genau funktioniert? Also wir haben Delegationen auf 3 Ebenen, die wahlweise überschrieben werden können, ein Autoablehnen das eventuell greift, anschließend ein Ranking der Initiativen - aber nur der die auch das Quorum erreicht haben. Aus dem Ranking wird dann ein GrünGrauRot-Balken erstellt, bei dem auch schon mal eine Initiative gewinnt die weniger Grün hat als die zweitplatzierte Initiative. Ja, so in etwa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Der Entwicklers des Konzept erklärt dazu:"&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Komisch dass mir dazu eine bessere Begründung bekannt ist. Und ich bin jetzt nicht gerade mit dem Liquidizer per Du, und mit dem Team dahinter schon gar nicht. Ich vermute du stellst hier einen Strohmann auf, und zwar mit der angreifbarsten Begründung die du gefunden hast.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Deine Aussage kann man also effektiv runterbrechen auf: Wahlsysteme die auf einem komplizierten Algorithmus beruhen - mit einer vom Leser beliebig festzulegenden Schwelle für 'kompliziert' - sind kompliziert. Breaking news.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Delegationen, die keine Delegationen sind&lt;/h3&gt;Wie schreibst du selbst, und wie stellte @tarzun eben &lt;a href="http://twitter.com/#!/tarzun/status/66143247419973632"&gt;auf Twitter&lt;/a&gt; so treffend fest: &lt;i&gt;Ähm. Beim Liquidizer sind Sockenpuppen direkt erlaubt? &lt;a href="http://bit.ly/lMcn5Q"&gt;http://bit.ly/lMcn5Q&lt;/a&gt; Pkt. 4 fordert nur das Einverständnis des abgebenenen Accounts.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liquidizer erlaubt die weitestgehende aller möglichen Delegationen überhaupt, die Delegation des gesamten Accounts. In LQFB ist das verboten, und führt zur Accountsperrung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sogesehen zieht der Liquidizer das Konzept Delegation konsequent und erbarmungslos bis zum Ende durch. Finde ich gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(btw: Delegationen im LQFB sind auch keine, da kein Verhältnis zwischen Delegat und Delegand aufgebaut wird, und keine Rechenschaftspflicht entsteht.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Im anderen Sandkasten gibts die größeren Burgen. Ist ja voll scheiße.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Liquidizer macht alle Aktiven zu Trollen&lt;/h3&gt;Schon die Überschrift... Eine Behauptung, die durch nichts substanziiert wird. Als Angebliche Quelle für die Aussage steht &lt;a href="http://twitter.com/#!/Tur_Bor/status/66061562556850176"&gt;http://twitter.com/#!/Tur_Bor/status/66061562556850176&lt;/a&gt; nur dort steht nichts davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da dieser Absatz nichts falsifizierbares enthält, ist er auch kein sinnvoller Absatz. (frei nach Popper)&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Das alte Missverständnis: Liquid Democracy ist keine Basisdemokratie&lt;/h3&gt;Erst schreibst du dass Basisdemokratie ist über alles abzustimmen, und Liquid Democracy die Antithese dessen ist. Dann bemängelst du dass der Liquidizer Leute abwertet, die über alles abstimmen. Ergo bemängelst du dass der Liquidizer Liquid Democracy umsetzt.&lt;br /&gt;Worauf willst du eigentlich hinaus?&lt;br /&gt;Dein Fazit jedenfalls beschäftigt sich wieder mit der Benutzeroberfläche, und kritisiert die Icons.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Ähm - keine Ahnung?&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Weitere sehr kritische Punkte&lt;/h3&gt;&lt;b&gt;- Das System bevorzugt frühe Nutzer&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das System bevorzugt späte Nutzer, da diese ihre Stimme strategisch nutzen können. Sachen die +100 haben, brauchen ihre Zustimmung nicht mehr. Damit wird ihre Stimme im Bezug auf kontroversere Themen stärker.&lt;br /&gt;Ergo bevorzugt das System frühe und späte Nutzer. Na dann passts ja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Abstimmungen haben keinen Anfang und Ende&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Anfang war gestern. Ende ist vor dem Parteitag. Problem?&lt;br /&gt;Dann kritisierst du die Wortwahl, weil 'spielerisch' im Sinne von spielerisch einfach gemeint war, du es aber im Sinne von 'mangelnder Ernsthaftigkeit' verstehen willst. Damit landest du auf der &lt;a href="http://bit.ly/c1bhAu"&gt;Argumentationspyramide&lt;/a&gt; bei Gelb, und du verlierst die Leser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Der nächste Punkt ist eine Benutzeroberflächenkritik&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Der nächste Punkt entspricht dem Delegationsverfall in Liquid-Feedback, nur graduell.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Der letzte Punkt ist eine Benutzeroberflächenkritik&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt; Dir gefällt die Benutzeroberfläche nicht. Gut, da kann ich nichts ändern.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Noch ein Wort zur "Einfachheit" des Liquidizers&lt;/h3&gt;Du kritisierst dass der Liquidizer genau seinen Job macht, und nicht mehr. Und dass nur deshalb die Benutzeroberfläche so aufgeräumt ist.&lt;br /&gt;Worauf willst du bitte hinaus?&lt;br /&gt;Ich vermute du willst darauf hinaus dass der Liquidizer kein vollwertiger Liquid Feedback-Ersatz ist. Nur interessiert das aktuell leider keinen, weil es darum gar nicht geht.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Wer nämlich wirklich mitreden und auch selbst Anträge zur Abstimmung stellen und darüber streiten will,"&lt;/i&gt; der muss eine kleine Zeitreise rückwärts unternehmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;h3&gt;Ein Fazit&lt;/h3&gt;Du sprichst dem Liquidizer ab, dass er Liquid Democracy umsetzt, und sagst er setzt klassisch direkte Demokratie oder Basisdemokratie um. Und widersprichst damit den von dir oben bereits erwähnten Kriterien. Dafür muss der Liquidizer zurück ans Reißbrett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der "Datenschutzerklärung" hast du dich nicht befasst, und der juristische Fu ist auch nicht so wichtig. Deshalb endest du dein Fazit dann damit dass du dich fragst warum der Vorstand den Datenschutz so vollständig vernachlässigt. Und Wahlcomputer auch nocheinmal. Dann verniedlichst du die Software noch als nettes Experiment und schließt damit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;hr&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;h3&gt;Mein Fazit&lt;/h3&gt;Not-invented-here-syndrome.</description><link>http://blog.uxp.de/2011/05/liquid-liquidizer-die-software-die-von_3636.html</link><author>noreply@blogger.com (Anthem)</author><thr:total>3</thr:total></item></channel></rss>